15. Dezember 2012: Heute konnte ich sozusagen ausschlafen! Pat hatte mir Stalldienstfrei gegeben. Tom hätte gerne gesehen, dass ich im Stall helfe, aber da Pat immer noch zickig war (weiß der Geier, warum), meinte sie, dass sie helfen könnte. Ich war nicht böse drum. Ich konnte gut mal etwas mehr Schlaf gebrauchen. Das merkte ich wirklich diesen Morgen, denn ich wachte erst mit dem Wecker auf. Das war um neun Uhr. Und es riss mich aus dem Tiefschlaf. Ich glaube, ich hätte noch bis Mittags schlafen können. Aber da ich um zehn Uhr meine erste Reitstunde zu geben hatte, war daran leider nicht zu denken. Fuhr also halbverschlafen von Dyan´s Haus zu Tom und Pat, wo ich erstmal ein Frühstück einnahm. Während ich mich auf meinen Unterricht vorbereitete, stattete Gill den Beiden einen Besuch ab. Es war heute der allwöchentliche Samstagwahnsinn. Nur, dass es heute noch wahnsinniger war, da ich nicht im Stall half, sondern ein Haufen von Jugendlichen und Pat… Das reinste Chaos. Ich hielt mich aber fein bedeckt, da ich ja nicht arbeiten sollte heute. Wenn Hilfe vonnöten war, konnten sie ja fragen. Der Unterricht begann also wieder mal mit Simon, Everett und Dawson. Da diese Kids wie üblich nicht wirklich aufnahmefähig waren, entschied ich mich für einen gemütlichen Schnack mit Simon´s und Everett´s Dad und ließ die Kids einfach mal selber probieren. Manchmal ist das der beste Weg. Es folgte wieder eine Unterrichtsstunde auf die nächste. Aber da der ein oder andere abgesagt hatte, mal wieder, konnte ich ein paar Dinge schieben und hatte manchmal eine kurze Pause. War also nicht allzu schlecht. Und als kleines Highlight hatte Danielle heute Muffins mitgebracht. Da schoss doch der Zuckerspiegel gleich in die Höhe und man fühlte sich etwas erfrischt, was heute mal wieder sehr nötig war! Ich muss wohl nicht erwähnen, dass es wieder schweinekalt war?! Ich denke, so um die -28°C. Mit Windchill wohl um die -35°C. Ich arbeitete im Laufe des Tages meinen Unterricht ab und saß abends alleine zum Abendessen am Tisch. Pat sprach nicht sonderlich viel mit mir. Tom meinte, ich sollte mich nicht darum kümmern, im Moment würde sie alles annerven. Ja, vielen Dank, ist das meine Schuld?! Fand ich ziemlich anstrengend so langsam. Ich nutzte die "freie" Zeit am Abend dann, um ein paar Geschenke zu verpacken und Karten zu schreiben. Da irgendwie keiner Anstalten machte, mal wieder ins Haus zu kommen (Pat und Tom waren im Stall), machte ich mich gegen 21 Uhr auf den Weg zu Dyan, wo ich mit ihr einen Tee trank und ein paar Booties faltete. Das waren noch Hunderte, die gefaltet werden wollten! Oh Mann! Gegen elf Uhr ging sie ins Bett, ich folgte ihrem Beispiel kurz später. Wollte aber noch dieses Paket Booties fertig kriegen. Bett ist in Dyan´s Fall etwas zu viel gesagt, sie schläft auf einem Sofa im Schlafsack… Ich weiß nicht, ob sie das macht, weil sie es gewohnt ist, draußen im Schlafsack zu schlafen oder ob sie es macht, um sich daran zu gewöhnen oder ob es einfach Faulheit ist?! Ich jedenfalls war froh, in mein großes Bett im ersten Stock kriechen zu können. War denn auch schon zwölf Uhr.
Sonntag, 30. Dezember 2012
Sonntag, 23. Dezember 2012
Am Morgen des 14. Dezember 2012 hieß es wieder Hunde füttern und es war bitterkalt. Die Temperaturanzeige am Haus zeigte -32°C an! Und in der Nacht hatte es erwartungsgemäß geschneit. Ich war echt froh, dass ich die Zwinger gestern schon gereinigt hatte, so kam ich heute ganz fix durch. Und ich hatte schon einigermaßen ein System gefunden, wie es schneller geht. So brauchte ich nur noch die Hälfte der Zeit im Gegensatz zum letzten Mal. Allerdings waren heute die Wasserleitungen eingefroren. Ich war froh, dass mir Dyan gesagt hatte, dass ich auch den normalen Wasserhahn von der Spüle im Keller benutzen kann, aber nicht den Abfluss. So konnte ich den Hunden doch noch ihre "Suppe" zubereiten, die aus heißem Wasser, Hackfleisch und kleinen Fleischstücken bestand.
Vor der Suppe bekamen die Hunde eine Portion reine Kalorien und Fett, eine Art Trockenfutter, Kibbles genannt. Dann benötigten sie eine Pause bis die Suppe serviert wurde, damit sie das nicht so beliebte Trockenfutter auch frassen. Ich nutzte die Wartezeit, um die Pferde zu versorgen. Danach ging ich mit der Suppenkelle rum. So hatte ich genug Zeit nach dem Füttern, um mir noch einen Kakao zu machen und ein, zwei Biskuits zu essen. Blue hatte ich auch wieder in den Zwinger geschleppt (freiwillig wollte er natürlich nicht). Nach dem morgendlichen Stalldienst hatte ich von vier Uhr bis halb acht Unterricht zu geben. Und unlgaublicherweise kamen tatsächlich alle zum Unterricht! Das ist ja schon fast ein Wunder, dass keine Absagen oder Nichterscheinungen zu verzeichnen waren. Bei Tom und Pat wurde es heute wieder spät, da nach meinem Unterricht noch der Springunterricht stattfand. Und danach mussten sie noch füttern. Ich aß ein paar Piroggis, da die Beiden schon vorher gegessen hatten. Danach packte ich meine Sachen und verabschiedete mich im Stall von ihnen. Ich fuhr wieder zurück zu Dyan und hoffte, dass sie wieder zurück gekommen war. Und tatsächlich, der Truck stand auf dem Hof und alle Hunde sassen in ihren Hütten. Dyan war schon schlafen gegangen. Konnte mir vorstellen, dass man nach einer Nacht Campen und zwei Tagen Hundetraining einfach nur schlafen wollte. Da es schon spät war, ging ich auch ins Bett.
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| Hundesuppe - köstlich! |
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| Winterlandschaft |
11. Dezember 2012: Üblicher Prozess, 6 Uhr Alex´ Pferde, 8 Uhr Stalldienst, Mittags schlafen und essen und nachmittags Unterricht. Der Unterricht startete mit Bryanna, was mich sehr freute. Mit ihr macht das Arbeiten echt Spaß. Sie hatte die letzten zwei Wochen den Unterricht verpennt, da ein kleines Kommunikationsproblem vorgelegen hatte. Ich hatte Bryanna für zwei mal die Woche Unterricht in meinem Kalender und sie und ihre Mutter dachten, die Termine für Dienstag uns Samstag wären nur einmalig gewesen. Nachdem wir das am Wochenende geklärt hatten, bekam ich heute als kleine Entschädigung für die ausgefallenen Stunden zwei Vouchers! Das war super nett. Die Reiter bezahlen hier die Unterrichtsstunden mit Vouchers, die sie bei Tom in der Tierklinik kaufen können. So ist sicher gestellt, dass Tom und Pat auf jeden Fall das Geld für die Reitstunden bekommen und ich muss sehen, dass jeder seine Voucher bei mir abgibt nach dem Unterricht. Wenn einer fehlt, ist das mein persönliches Pech. Aber das kommt nicht vor, die Vouchers sind schließlich bares Geld für mich. Der Dienstag ist Unterrichtsmäßig gesehen immer sehr nett. Nach Bryanna kommt Julia, die ebenfalls heute einen Meilenstein in ihrer Reiterei gesetzt hat. Manche der Kids beeindrucken mich wirklich und es ist herrlich zu sehen, dass es tatsächlich weiter geht und sie wirklich besser werden. War ein Riesenspaß mit Julia heute. Zum Schluss kam noch Trish zum Longierunterricht. Ich glaube, sie ist inzwischen ganz froh, dass sie diese Art von Arbeit mit den Pferden lernen kann. Ich meinte zu ihr, dass das bestimmt der Grund war, dass sie vom Pferd gefallen war und nun nicht reiten könnte. Nur, damit sie das hier alles lernen kann. Um halb acht waren wir durch mit dem Unterricht und schnackten noch eine Weile. Dann ging ich ins Haus zum Essen und bald darauf machte ich mich auf den Weg zu Dyan, da sie heute den ganzen Tag Hunde trainieren war und ich ihre zurückgebliebenen Hunde zu füttern haben würde. Packte meine Sachen und fuhr, nachdem ich den Wagen warm laufen gelassen hatte, los. Das Warmlaufenlassen der Motoren oder auch das ständige Laufenlassen der Motoren ist hier wirklich notwendig, da es so bitterkalt ist. Wir hatten heute bestimmt wieder um die -30°C. Die Pferde bleiben daher auch nur kurz draußen. Lediglich so lange, bis wir die Boxen gemistet haben. Und sie sind immer sehr dankbar, wenn sie wieder rein kommen dürfen. So fuhr ich also zu den Hundis und fütterte jedem zwei Stücke halb gefrorenes Fleisch. Das ging recht schnell, hatte ich gar nicht gedacht. Aber der Großteil der Hunde war ja auch mit Dyan zum Training. So brauchte ich vielleicht eine viertel Stunde dafür. Als ich gerade fertig war, kam Dyan auf den Hof gefahren. Mit dem Riesenhundetransporter. Unglaublich, wie groß die Autos hier sind! Beeindruckt mich doch immer wieder. Nachdem Dyan alle Hunde versorgt hatte, tranken wir noch einen Tee zusammen und schnackten über unsere Tageserlebnisse. Ihres war natürlich um einiges interessanter als Pferdeboxen ausmisten. Sie erzählte mir, dass sie zum Training einen Loop mit den Hunden fährt. Ihre Hündin Sky ist immer mit dabei und läuft neben dem Schlitten frei her oder läuft manchmal voraus. So kam es, dass Sky in großer Vorfreude zum Auto zurück lief, Dyan aber einige Meilen vorher abbog, um den Loop noch einmal zu fahren. Sky war nun bis zum Auto und den ganzen Weg hinter dem Schlitten noch mal her gelaufen. Ich glaube, sie wusste am Abend, was sie geleistet hatte. Ja, nach ein paar wenigen Booties, die ich für die Hunde faltete, ging ich dann auch gegen elf ins Bett. Morgen würde es wieder früh raus gehen, so dass ich doch zusehen wollte einige Stunden Schlaf zu bekommen.
12. Dezember 2012: Heute war ein ruhiger Tag, was Reitstunden anging. Allerdings hatten Jason und ich Spaß mit den Fohlen heute. Adagio hat inzwischen raus bekommen, dass er ganz schön stark ist und versucht nun regelmäßig auszubüchsen, wenn man ihn am Halfter führt. So kam es, dass er, als wir die Pferde nach dem Misten wieder in den Stall bringen wollten, losstürmte und Jason ihn nicht halten konnte. Ich hatte in dem Moment Allegra am Strick, so dass mir quasi die Hände gebunden waren, um helfend einzugreifen. Aber das war noch nicht alles. O.B. One war direkt hinter den beiden am Koppelgatter und rannte einfach hinter Adagio raus und weg waren sie… Ja, was soll ich sagen, wir sahen etwas belämmert aus. Das einzige, was mich beruhigte war, dass ich wusste, dass das hier mit den Pferden häufiger passierte und ich hoffte, dass auch schon die Fohlen etwas Erfahrung mit der Umgebung hatten. Denn der Stall liegt direkt am Highway und die riesigen Trucks würden nicht bremsen, um einem Pferd auszuweichen. Oder selbst wenn sie wollten, sie würden bei dem Schnee nicht zum Halten kommen. So ließ ich Allegra erstmal wieder im Paddock frei, schnappte mir ein kleines Halfter für O.B. One und Jason holte einen Eimer Futter. Dann hieß es, Fohlen suchen gehen. Bei knapp -30°C! Und ich nur in meinen Jeans mit dünnen Long Johns drunter! Ich fühlte schon nach der Umrundung der Reithalle meine Beine nicht mehr. Das war nicht gut. Wir fanden sie schließlich bei den Paddocks der anderen Pferde. Und sie kamen direkt auf uns zu gerannt. Irgendwie gelang es uns, die beiden in ein weiteres, leeres Paddock zu bugsieren und dort dann einzufangen. Mann, was für eine Aufregung. Gott sei Dank war nichts passiert, niemand verletzt. Ich entschied, dass Adagio wieder ein kleineres Halfter bekommen sollte. Sie hatten nämlich sein Fohlenhalfter vor kurzem gegen ein großes ausgetauscht, mit dem man allerdings nicht wirklich Einfluss auf den kleinen Hengst hatte, da es zu weich war. Ich würde nach einem der kleineren Lederhalfter suchen. Nach dem Stalldienst hatte ich nur um halb sechs abends eine Kinderstunde mit Emma, Molly und Payton, wobei Payton nicht kam. Machte mir in diesem Fall aber nichts aus, da ich lieber mit weniger Reitern Unterricht mache und ich mit zweien immer noch eine volle Stunde bezahlt bekomme. Eigentlich hätte ich noch eine weitere Stunde mit Hannah gehabt, die ihre dritte Einführungsstunde hätte haben sollen, aber sie sagte ab. Wahrscheinlich zu kalt. Und Kim musste ihre abendliche Reitstunde ebenfalls absagen, da sie im Moment einfach zu viel zu tun hatte in der Tierklinik. Ja, ansonsten half ich Pat beim Füttern der Pferde und dann groomten wir die Halle für die Springstunde. Anschließend wartete ich auf meine Reitschüler. Die Stunde mit den beiden Mädels war wirklich gut. Nach dem Abendessen machte ich mich dann wieder auf den Weg zu Dyan´s Haus, da ich nie weiß, wann sie wieder zum Training startet. Unter der Woche ist das auch ok, da ich eh morgens Alex´ Pferde zu versorgen habe. Hatten dann unseren allabendlichen Roibush tea mit Milch und Honig, falteten ein paar Booties (es sind echt viele zu falten!) und ich verschwand bald ins Bett.
Am Donnerstag, den 13. Dezember 2012, war ich relativ früh dran. Wir starteten um 7.45 Uhr mit der Stallarbeit! Yeaaah! Hatten eine Menge zu tun, so dass wir erst kurz vor ein Uhr fertig waren. Morgens musste ich noch einen kleinen Umweg fahren, um Jason einzusammeln, der derzeit kein funktionsfähig Auto besitzt und so fragte, ob ich ihn morgens mit zum Stall nehmen könnte. So fuhr ich also um halb acht noch bei seinem Appartement rum. Die Mittagspause nutzte ich für ein kleines Weihnachtsshopping. Muss ja auch mal sein. Ich hatte mir ein paar Tipps für gute Läden von Dyan geholt. So fuhr ich gegen ein Uhr Richtung Innenstadt. So hatte Jason das Glück, dass er sogar eine Rückfahrgelegenheit bekam. Normalerweise läuft er den ganzen Weg…! Er braucht ungefähr 1,5 Stunden dafür. Bei -30°C ist das kein Zuckerschlecken! Das Shoppen machte richtig Laune. Ich war wirklich froh, dass ich jetzt Dyan´s Truck leihen durfte, so war ich doch wieder um einiges mobiler. Gegen halb vier war ich zurück und kam gerade rechtzeitig, um Pat beim Pferde rein holen zu helfen. Ich hatte total vergessen, dass wir die Pferde heute draußen gelassen hatten, da es relativ warm gewesen war, um die -18°C oder so. Im Vergleich zu gestern ist das warm, kann ich Euch sagen! Ich half wieder beim Füttern der Pferde, nachdem wir allen die Decken abgenommen hatten und da es noch Zeit war, bis mein Unterricht anfangen würde, entschied ich, dass ich die Zeit mit Baya überbrücken könnte. Ich sollte sie einmal die Woche reiten, da Kim zu wenig Zeit hatte, um selber Unterricht zu nehmen. So wollte sie, dass wenigstens ihr Pferd Unterricht bekam. Baya war heute nicht ganz so energiegeladen wie letztes Mal, aber dennoch konnte ich einigermaßen mit ihr arbeiten. Danach war ich aber auch schweißgebadet. Die dicken Klamotten, die Heizung in der Halle und die immer noch ungewohnte Bewegung machten sich bemerkbar. Dann um sieben Uhr hatte Michelle mit Czar eine halbe Stunde Unterricht, wo wir das Stellen und Biegen in den Ecken und auf gebogenen Linien übten. Sie wurde immer besser. Und Czar auch.
Er ist ein ehemaliges, ausgebufftes Schulpferd, aber Michelle kriegt das echt gut hin. Sie reitet nun Czar regelmäßig, so lange Tricia noch nicht wieder fit ist, um selber in den Sattel zu steigen. Nach Michelle kam noch Sydney für eine halbe Stunde und sie ritt mal wieder Norman. Ich hatte ihr die Wahl gelassen, aber sie sagte, ich wäre ihr Reitlehrer, so sollte ich entscheiden. Ok, sie hatte ein wenig zu kämpfen mit Norman. Sie war ungewohnt ernst im Unterricht, aber sie musste sich auch stark konzentrieren. Nach dem Unterricht ging ich ins Haus zu Pat und Tom und nahm mein Abendessen ein. Dann brach ich bald zu Dyan auf, da sie wieder über Nacht zum Training war und ich heute Abend die Hunde füttern musste. Es war richtig nett. Es war "warm", die Hunde wieder super freundlich und verschmust und es war richtig hell. Ich weiß nicht, warum, ich werde mal Dyan fragen. Es war ziemlich wolkig, so kann ich nicht sagen, ob der Mond so hell war. Aber es war leicht zu arbeiten. Ich fütterte jedem Hund zwei Stücke halbgefrorenes Fleisch und streichelte jeden, der es wollte. Dann reinigte ich noch die Käfige, da es jetzt einfacher war als morgens. Außerdem war damit zu rechnen, dass es wieder schneien würde. Das machte es schwierig, die Haufen zu finden. Ich kann Euch sagen, ich war froh, dass es Winter und somit sehr kalt war und dass Schnee lag… Ja, nur der alte, dicke Husky war heute schlecht gelaunt. Ich hab keine Ahnung, warum. Aber sie war irgendwie verärgert über irgendwas. Jedes Mal, wenn ich durch ihren Zwinger lief fing sie an rum zu grummeln. Konnte ich jetzt auch nicht ändern. Nach dem Füttern, Schmusen und Reinigen füllte ich noch das Fleisch zum Antauen auf und holte Blue mit ins Haus. Trotz, dass es so warm war. Aber ich hatte keine Lust, dass er aus Protest mitten in der Nacht anfangen würde zu jaulen. Er war super happy, dass ich ihn aus seinem Zwinger holte. Um zu Blue´s Zwinger zu kommen, musste ich erst durch Scooter´s Zwinger. Er ist ja so süß! Den würde ich glatt einstecken. Und auch ein ganz verschmster Kerl. Ist jedes Mal so hart, wenn ich Blue hole. Er möchte so gerne mit. Aber das Hausrecht haben nur Blue und Sky. Nun hatte ich Feierabend und ging erstmal richtig lange unter die heiße Dusche. Das tat so gut. Danach machte ich mir einen Tee, hörte Radio (TV gibt es nicht) und faltete noch ein paar Booties. Um halb zwölf oder so machte ich mich dann auf den Weg ins Bett. War echt gerädert.
Er ist ein ehemaliges, ausgebufftes Schulpferd, aber Michelle kriegt das echt gut hin. Sie reitet nun Czar regelmäßig, so lange Tricia noch nicht wieder fit ist, um selber in den Sattel zu steigen. Nach Michelle kam noch Sydney für eine halbe Stunde und sie ritt mal wieder Norman. Ich hatte ihr die Wahl gelassen, aber sie sagte, ich wäre ihr Reitlehrer, so sollte ich entscheiden. Ok, sie hatte ein wenig zu kämpfen mit Norman. Sie war ungewohnt ernst im Unterricht, aber sie musste sich auch stark konzentrieren. Nach dem Unterricht ging ich ins Haus zu Pat und Tom und nahm mein Abendessen ein. Dann brach ich bald zu Dyan auf, da sie wieder über Nacht zum Training war und ich heute Abend die Hunde füttern musste. Es war richtig nett. Es war "warm", die Hunde wieder super freundlich und verschmust und es war richtig hell. Ich weiß nicht, warum, ich werde mal Dyan fragen. Es war ziemlich wolkig, so kann ich nicht sagen, ob der Mond so hell war. Aber es war leicht zu arbeiten. Ich fütterte jedem Hund zwei Stücke halbgefrorenes Fleisch und streichelte jeden, der es wollte. Dann reinigte ich noch die Käfige, da es jetzt einfacher war als morgens. Außerdem war damit zu rechnen, dass es wieder schneien würde. Das machte es schwierig, die Haufen zu finden. Ich kann Euch sagen, ich war froh, dass es Winter und somit sehr kalt war und dass Schnee lag… Ja, nur der alte, dicke Husky war heute schlecht gelaunt. Ich hab keine Ahnung, warum. Aber sie war irgendwie verärgert über irgendwas. Jedes Mal, wenn ich durch ihren Zwinger lief fing sie an rum zu grummeln. Konnte ich jetzt auch nicht ändern. Nach dem Füttern, Schmusen und Reinigen füllte ich noch das Fleisch zum Antauen auf und holte Blue mit ins Haus. Trotz, dass es so warm war. Aber ich hatte keine Lust, dass er aus Protest mitten in der Nacht anfangen würde zu jaulen. Er war super happy, dass ich ihn aus seinem Zwinger holte. Um zu Blue´s Zwinger zu kommen, musste ich erst durch Scooter´s Zwinger. Er ist ja so süß! Den würde ich glatt einstecken. Und auch ein ganz verschmster Kerl. Ist jedes Mal so hart, wenn ich Blue hole. Er möchte so gerne mit. Aber das Hausrecht haben nur Blue und Sky. Nun hatte ich Feierabend und ging erstmal richtig lange unter die heiße Dusche. Das tat so gut. Danach machte ich mir einen Tee, hörte Radio (TV gibt es nicht) und faltete noch ein paar Booties. Um halb zwölf oder so machte ich mich dann auf den Weg ins Bett. War echt gerädert.
9. Dezember 2012: Der Morgen startete um halb zehn mit einer Reitstunde mit Ruby. Tom hatte danach seine übliche Springstunde und danach sollte es, wie gewohnt, zum Lunch gehen. Pat war heute nicht sonderlich guter Laune. Ich brauchte ja nicht im Stall helfen dieses Wochenende, so dass sie Stalldienst tat. Das kam ihrer Laune nicht wirklich zugute. Sie war gereizt und ich ging ihr lieber aus dem Weg. Den Schuh wollte ich mir nicht anziehen. Schließlich war es ihre Entscheidung gewesen, dass ich am Wochenende nicht im Stall arbeiten brauchte. So kam es, dass wir alle ziemlich spät dran waren für Lunch. Rob und ich saßen fertig gestriegelt auf dem Sofa und warteten, dass Tom und Pat ebenfalls startbereit sein würden. Pat entschied sich kurzfristig dazu nicht mitzukommen, da sie nicht geduscht hatte und überhaupt alles nicht nach ihrem Geschmack verlief, denke ich mal. So fuhren also Tom, Rob und ich alleine zum Essen. Um kurz vor zwei machten wir uns auf den Heimweg, was ebenfalls schon wieder sehr spät war, denn um zwei sollte meine nächste Reitstunde starten. Ich kam letztendlich um viertel nach zwei in die Halle, wo Tanice Norman herum führte. Eigentlich sollte auch Kim da sein, aber sie hatte sich entschuldigt, da sie Migräne hatte. Das konnte ich gut verstehen, sie hatte aber auch so viel um die Ohren die letzte Zeit. So war es wieder mal eine glückliche Fügung, dass ich so spät war. Denn dann würde ich mit Tanice nur eine halbe Stunde Privatunterricht machen. Mein erst so voll gestopfter Sonntagnachmittag entpuppte sich am Ende als ziemlich lau, da etliche der Reitschüler einfach nicht kamen oder absagten. Es war natürlich auch wieder schweinekalt. Um die -25°C. Während ich dann so auf meine nächste Arbeit wartete kamen ein Haufen Kinder auf den Hof gefahren. Natürlich mit ihren Eltern… Oh ja, der Kindergeburtstag! Ich hatte es in meinem Kalender, aber Pat hatte gar nicht mehr darüber gesprochen, so dass ich nicht sicher war, dass es noch aktuell sein würde. Und Pat hatte ich heute den ganzen Tag nicht mehr gesehen. Na super, vielen Dank! Ich hatte keine Ahnung, was sie bei einem Kindergeburtstag üblicherweise so machen. Ich also ins Haus und an die Schlafzimmertür geklopft. Wie peinlich! Oh, sie hatte das ganz vergessen, sie würde dann raus kommen. Mit einer Laune, ich kann Euch sagen. Ich machte in der Zwischenzeit die Ponys fertig und hielt die Eltern und Kinder etwas hin. Es verschob sich alles immer weiter nach hinten. Oh Mann, oh Mann. Und dann stand meine nächste Reitschülerin auf der Matte. Pat vereinnahmte sie gleich und so führten wir zu dritt die Ponys durch die Halle. Manchmal kann man Kinder mit wirklich wenig zufrieden stellen. Ein paar Runden auf einem Pony und sie sind happy. Unglaublich. So kam es, dass es für Natalie´s Reitstunde letztendlich zu spät war, da dann schon die nächste Schülerin erschien, die ihren Unterricht nach Natalie hatte. Es war ein reines Chaos heute. Mein Geld sah ich so davon fliegen. So viele Absagen und dann das. Wenigstens bekam ich die Stunde für das Ponyreiten auf meinen Scheck. Um sieben Uhr hatte ich dann die letzte Unterrichtsstunde hinter mich gebracht. Die hatte allerdings wieder sehr viel Spaß gemacht. Da Trish ja nun nicht reiten konnte seit ihrem kleinen Sturz von Czar, nahm sie nun Longier- und Bodenarbeitsunterricht bei mir. Und das geht echt gut. Macht richtig Spaß. Und Michelle, ihre Freundin, war auch da, um zuzuschauen. Das war eine nette, abendliche Runde. Danach ging ich ins Haus und wartete, dass Dyan mich abholen würde. Hatte keine Ahnung, wann das sein würde. Pat war immer noch in übelster Laune. Ich habe immer noch keine Ahnung warum. Aber es ist ungeheuer anstrengend. Naja, egal. Es gab zum Abendessen ein Chili, das wärmte gut durch. Es war so kalt gewesen wieder, heute. Dyan kam kurz nachdem ich ins Haus gegangen war. Sie blieb noch zum Essen und wir hatten alle einen netten Schnack, sogar Pat. Gegen neun Uhr packte ich meinen kleinen Rucksck und wir machten uns auf den Weg zu Dyan´s Haus. Sie hat wirklich eine gemütliche, kleine Hütte.

Und ihre Hunde sind super freundlich und menschenbezogen. Hatte ich gar nicht erwartet. Zwei Hunde leben mit im Haus, Sky und Blue. Die sind total süß! Und haben ein unglaublich weiches Fell. Blue ist ein totaler Schmuser. Er ließ mich den restlichen Abend gar nicht mehr in Ruhe, wollte immer gestreichelt werden. Wirklich niedlich. Den würde ich glatt mitnehmen.

Als sie mir alles gezeigt und erklärt hatte und wir einen Tee getrunken hatten, ging ich todmüde in mein Bett. Es war inzwischen halb zwölf. Zeit zum Schlummern.

Und ihre Hunde sind super freundlich und menschenbezogen. Hatte ich gar nicht erwartet. Zwei Hunde leben mit im Haus, Sky und Blue. Die sind total süß! Und haben ein unglaublich weiches Fell. Blue ist ein totaler Schmuser. Er ließ mich den restlichen Abend gar nicht mehr in Ruhe, wollte immer gestreichelt werden. Wirklich niedlich. Den würde ich glatt mitnehmen.

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| Dyan´s Schlafstätte... |
Als sie mir alles gezeigt und erklärt hatte und wir einen Tee getrunken hatten, ging ich todmüde in mein Bett. Es war inzwischen halb zwölf. Zeit zum Schlummern.
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| Blick auf die Hundezwinger |
Montag, der 10. Dezember 2012, startete für mich wieder mit dem Stalldienst in Alex´ Stall, was nun wirklich nicht lange dauert. Außerdem hatte ich es jetzt ja nicht mehr weit. Dyan´s Haus lag genau gegenüber von Alex´ Stall. Sehr praktisch. Allerdings war es so kalt heute (um die -30°C), dass die Warmwasserleitung eingefroren war. So ein Mist! Und kein Wasserkocher zu finden. Ich war mir nämlich nicht sicher, ob das Mash für die Pferde auch mit kaltem Wasser zubereitet werden kann. Manche müssen nämlich "gekocht" werden. Wer weiß, wie das hier in Kanada so ist?! So machte ich mühsam tassenweise Wasser in der Mikrowelle heiß, so dass ich am Ende wenigstens lauwarmes Wasser zum Mixen des Mash hatte. Ich hinterließ Sierra, Alex´ Tochter, eine Notiz darüber. Während Dyan noch ihre Hunde draußen versorgte, ging ich schon mal wieder rein und setzte Wasser für Kaffee auf. Wollte draußen ja nicht fest frieren. Wir tranken bis ungefähr viertel vor acht gemeinsam Kaffee, schnackten planten. Nun war es Zeit zum Stall zu fahren, um meinen täglichen Stalldienst anzutreten. Heute war Matthew wieder an der Reihe. Es macht eigentlich Spaß mit ihm. Wir können ganz gut zusammen arbeiten. Um zwölf waren wir soweit durch mit dem Stall und ich ging in meine wohlverdiente Mittagspause. Ich hatte einen Bärenhunger, was vielleicht auch nicht verwunderlich war, wenn man kein Frühstück zu sich nahm. Aber so früh am Morgen war mir nun mal noch nicht wirklich nach Essen zumute. Ich machte mir also eine Riesenschüssel Müsli mit Obst und Joghurt und schob noch zwei Scheiben Brot hinterher. Dann war ich satt und zufrieden und haute mich ins Bett, wo ich den Nachmittag bis zum Unterricht verschlief.
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| Frost... |

Während ich meinen Unterricht gab, war Rob, der Schmied, mit den Pferden beschäftigt. Danach kamen noch Emily, mit der ich ein bisschen Springen übte und Kathryn, die Riesenfortschritte gemacht hatte seit der letzten Reitstunde. Ich war wirklich beeindruckt. Zum Schluss kam nun Natalie, die ja nun gestern so völlig Pech mit ihrem Unterricht gehabt hatte, da wir das Ponyreiten hatten. Um acht hatte ich denn Feierabend. Natalie fragte noch, ob sie einen Freund ein wenig auf Mack herum führen konnte. Ja, warum nicht. Ich verzog mich derweil schon mal wieder ins warme Haus, wo ich ein paar Reste aufwärmte. Pat und Tom machten sich auf den Weg zum Fütterungsdienst und hatten schon gegessen. Es wurde wieder sehr spät und ich machte mich auf den Weg zu Dyan´s Haus, nachdem ich gegessen hatte. Ich verabschiedete mich noch kurz im Stall von Pat und Tom und fuhr mit dem kleinen Pick up Truck los. Dann hieß es noch ein bissel schnacken und Tee trinken mit Dyan und dann ab ins Bett. Ich wusste nie, wann sie zum Training fahren würde und wann sie zuhause sein würde. Sie hielt das alles wirklich sehr spontan. War ja nun auch einfach, da ich als Housesitter da war.
Heute ist Wochenende!!! Jaaaa! Es ist Samstag, der 8. Dezember 2012. Der erste Tag seit gefühlter Ewigkeit, an dem ich ausschlafen konnte. Naja, a kind of, denn der Wecker riss mich um neun Uhr aus meinem tiefsten Schlummer. Irgendwie schien ich den Schlaf wohl gebraucht zu haben… Ich war zunächst etwas desorientiert und wusste im ersten Moment gar nicht, wo ich mich überhaupt befand. Geschweige dann, dass ich darauf kam, warum mich Nana mit ihrem lieblichen "Guten Morgen, Sonnenschein" aus dem Schlaf säuselte. Es brauchte ein paar Sekunden bis ich mich besann, dass ich in Yellowknife war, wir Samstag hatten und in einer Stunde die ersten Reitschüler auf der Matte stehen würden, die von mir unterrichtet werden wollten. Ich schleppte mich also aus den Federn, trottete nach unten in die Küche und machte mir ein leckeres Frühstück, bestehend aus deutschem Graubrot mit Nutella und Banane belegt. Dazu einen schönen Milchkaffee. Pat war meiner statt unten im Stall und half den Mädels, die jedes zweite Wochenende Stalldienst taten. Ich war nicht böse darum, dass ich heute "frei" hatte. Es war schweinekalt, -33°C. Das war wieder ein großer Sprung unter Null. Tom und Rob schliefen noch, die hatten es gut. Ich glaube, wenn ich nicht den Wecker gestellt hätte, hätte ich bis mittags durchgeschlafen. Fühlte mich leicht gerädert. Nach meinem Frühstück zog ich einige Schichten Klamotten an und ging runter in den Stall, wo ich mit Verwunderung feststellte, dass noch kein Reitschüler zu sehen war. Es war inzwischen zehn vor zehn. Ok, Pat teilte mir auf Nachfrage mit, dass Everett und Simon Verspätung haben würden (was nichts neues war) und Dawson war krank, was wir nach einem kurzen Anruf herausfanden. Ok, somit war meine erste Reitstunde wieder etwas kürzer. Kam mir recht.

Aber der Morgen startete ja wieder prächtig. Zudem stand Pat wohl aufgrund der Stallarbeit etwas unter Stress, so dass ich ihr erstmal aus dem Weg ging. Darauf hatte ich wenig Bock. Die Arbeit mit Everett war dann aber verhältnismäßig gut, was meine Laune etwas aufhellte. Als nächstes war Kathrine an der Reihe, die leider alleine reiten musste, da sich Bryanna krank gemeldet hatte. War aber auch nicht schlimm, Privatstunden sind mir eh die liebsten. Kathrine´s Dad fragte, ob ich noch einen Winterparka gebrauchen konnte und fuhr noch mal los, um ihn zu holen. Das war echt nett. Bin gespannt, ob der warm ist. Außerdem bot auch er mir an, mir Schneeschuhe zu leihen, damit ich noch ein etwas anderes Norderlebnis haben könnte. Er wollte anrufen, wenn seine Familie wieder auf Schneeschuhtour gehen würde. Das fand ich super! Nicht nur Arbeit, das wäre schon toll. Ich kann nur immer wieder betonen, dass die Menschen hier in Yellowknife wirklich überaus freundlich und hilfsbereit sind. So arbeitete ich mich dann durch den Samstag von einer Reitstunde zur nächsten. Um halb zwei hatte ich einen kurze Pause und konnte ein paar Cornflakes essen und einen Kaffee trinken.

Trotz der Kälte musste ich heute nicht frieren, denn zwei der vier Heizungen in der Halle waren repariert und es war wirklich mollig warm. Die Mädels im Stall hatten es nicht so warm, denn das hintere Tor zur Stallgasse ließ sich mal wieder nicht schließen. Es war lediglich für 20 Minuten offen gewesen, aber das hatte den Stall so was von ausgekühlt, dass ich froh war, dass ich nach meiner Mittagspause wieder in die Halle verschwinden konnte. Die Pferde waren heute nur kurz draußen gewesen bei den Temperaturen. In den nächsten Tagen sollte es mit Wind -42°C werden. Gegen frühen Abend war ich durch mit meinem Unterricht. Rob war noch dabei, Pferdehufe zu bearbeiten, Tom war noch arbeiten in der Klinik und Pat bereitete das Abendessen vor. Es sollte Lammragout geben. Es zog sich aber noch etwas hin mit dem Abendessen. Tom musste kurz nach seiner Ankunft noch mal zurück in die Klinik und Rob war immer noch am arbeiten. Pat wollte nun runter in den Stall und ihm helfen, da sie meinte, dass wohl nur noch die schwierigeren Pferde übrig sein würden. Es war inzwischen sieben Uhr. Ich schrieb noch in meinem Blog und las mein Buch. War ja gespannt, wann wir heute essen würden. Da ich mich wieder ziemlich schläfrig fühlte, würde ich wohl mal wieder nicht alt werden.

Aber der Morgen startete ja wieder prächtig. Zudem stand Pat wohl aufgrund der Stallarbeit etwas unter Stress, so dass ich ihr erstmal aus dem Weg ging. Darauf hatte ich wenig Bock. Die Arbeit mit Everett war dann aber verhältnismäßig gut, was meine Laune etwas aufhellte. Als nächstes war Kathrine an der Reihe, die leider alleine reiten musste, da sich Bryanna krank gemeldet hatte. War aber auch nicht schlimm, Privatstunden sind mir eh die liebsten. Kathrine´s Dad fragte, ob ich noch einen Winterparka gebrauchen konnte und fuhr noch mal los, um ihn zu holen. Das war echt nett. Bin gespannt, ob der warm ist. Außerdem bot auch er mir an, mir Schneeschuhe zu leihen, damit ich noch ein etwas anderes Norderlebnis haben könnte. Er wollte anrufen, wenn seine Familie wieder auf Schneeschuhtour gehen würde. Das fand ich super! Nicht nur Arbeit, das wäre schon toll. Ich kann nur immer wieder betonen, dass die Menschen hier in Yellowknife wirklich überaus freundlich und hilfsbereit sind. So arbeitete ich mich dann durch den Samstag von einer Reitstunde zur nächsten. Um halb zwei hatte ich einen kurze Pause und konnte ein paar Cornflakes essen und einen Kaffee trinken.

Trotz der Kälte musste ich heute nicht frieren, denn zwei der vier Heizungen in der Halle waren repariert und es war wirklich mollig warm. Die Mädels im Stall hatten es nicht so warm, denn das hintere Tor zur Stallgasse ließ sich mal wieder nicht schließen. Es war lediglich für 20 Minuten offen gewesen, aber das hatte den Stall so was von ausgekühlt, dass ich froh war, dass ich nach meiner Mittagspause wieder in die Halle verschwinden konnte. Die Pferde waren heute nur kurz draußen gewesen bei den Temperaturen. In den nächsten Tagen sollte es mit Wind -42°C werden. Gegen frühen Abend war ich durch mit meinem Unterricht. Rob war noch dabei, Pferdehufe zu bearbeiten, Tom war noch arbeiten in der Klinik und Pat bereitete das Abendessen vor. Es sollte Lammragout geben. Es zog sich aber noch etwas hin mit dem Abendessen. Tom musste kurz nach seiner Ankunft noch mal zurück in die Klinik und Rob war immer noch am arbeiten. Pat wollte nun runter in den Stall und ihm helfen, da sie meinte, dass wohl nur noch die schwierigeren Pferde übrig sein würden. Es war inzwischen sieben Uhr. Ich schrieb noch in meinem Blog und las mein Buch. War ja gespannt, wann wir heute essen würden. Da ich mich wieder ziemlich schläfrig fühlte, würde ich wohl mal wieder nicht alt werden.
Am 7. Dezember 2012 war für diese Woche der letzte Tag mit früh aufstehen. Allerdings sollte ich heute Dyan bei der Morgenfütterung ihrer Hunde zuschauen, damit sie mir das alles erklären konnte. Ich stand also noch etwas früher auf als die letzten Tage, fuhr zu Alex´ Pferden, machte da alles klar und fuhr anschließend rüber zu Dyan´s Haus. Sie erklärte mir, wie die "Suppe" für die Hunde vorbereitet wurde, wie viel jeder Hund bekam, usw. Ja, und das waren eine Menge Hunde, kann ich Euch sagen. Einige werden ja wohl mit ihr zum Training sein, aber es bleiben über ein Dutzend zurück. Sie erklärte, während wir so von Hund zu Hund gingen, dass der eine etwas mehr bekam, da er so dünn war, der andere etwas weniger, da er nicht im Training war, usw. Oh Mann, is´ klar. Ich konnte mir nicht mal alle Namen merken. Aber die Hunde waren erstaunlicherweise sehr ruhig. Ich dachte, es gäbe einen riesigen Aufstand zur Fütterungszeit, aber das blieb aus. Alle Hunde waren gesittet und keiner von ihnen bellte. Auch zu mir waren sie wieder sehr freundlich. Besonders der kleine, dicke Husky ist echt super süß. Ich war nach der Einführung in Hundefütterung gegen halb sieben zurück und machte mir noch ein paar Notizen. Ich machte mir ein Frühstück, da ich damit rechnete, dass Jason bald aufkreuzen würde. Noch mal schlafen legen lohnte sich nicht. Um zehn vor sieben dämmerte es mir, dass heute Matthew wieder Stalldienst hatte, was hieß, dass es nicht vor acht Uhr los gehen würde. Nach kurzem Hin- und Herüberlegen, ob ich noch mal ins Bett hüpfen sollte, entschied ich mich aber dazu, die Zeit besser zu nutzen und Baya zu reiten. Eigentlich hatten Pat und ich ja geplant, dass ich Baya reiten könnte, während ich Pat parallel eine Reitstunde gab. Aber da es bisher nicht geklappt hatte mit den Reitstunden, da Pat immer alles mögliche andere zu erledigen hatte, entschied ich, diesen Arbeitspunkt schon mal abzuhaken. Also schnell in die Klamotten geworfen, runter in den Stall, Pferd fertig gemacht und in die Halle. Es war überraschend, dass Baya relativ gut mit arbeitete. Nur ein Buckler entglitt ihr. Aber es war nicht zu schlecht mit ihr, wenn man bedenkt, was für ein krummes Bein sie hat, was ihr sehr zu schaffen macht. Ich versuchte, mein Training ihren Bedürfnissen anzupassen, was nicht immer leicht ist, wenn du erstmal diskutieren musst, dass nun Arbeiten angesagt ist. Nach dem Reiten ging es übergangslos in die Stallarbeit.

Wir waren gar nicht mal so schlecht in der Zeit, obwohl wir heute später angefangen hatten. Ich aufgrund, dass ich ritt und Matthew, weil er zu spät war. Matthew entschwand dann gegen 12 Uhr in seinen Feierabend und ich erledigte noch die letzten Kleinigkeiten, wie die beiden Boxen der Fohlen fertig misten und alle Halfter und Stricke sortieren, so dass an jeder Box ein passendes Halfter mit Strick für jedes Pferd zur Verfügung stand. Es ging mir nämlich mächtig auf den Zeiger, dass ich immer nach Halftern oder Stricken suchen muss, wenn wir morgens die Pferde raus bringen. Zudem räumte ich die Ablage, wo sich das Stalltelefon befand etwas auf, was Pat später gleich ins Auge fiel. Hatte also Sinn gemacht. War nur gespannt, wie lange das so bleiben würde oder wann die ersten Leute wieder all ihren Mist da hin schmeißen würden. Naja, egal. Anschließend ging ich rüber und machte meine wohlverdiente Mittagspause. Ich machte mir eine Schüssel Müsli zurecht und saß mit Rob und Pat unten im Wohnzimmer. Rob wollte später mit den Pferden anfangen, die ich nicht für die Reitstunden brauchen würde. Da wir alle Pferde raus gebracht hatten, wollte er warten bis wieder alle im Stall waren. Rob war hier ja nicht nur, um die Hufe der Pferde zu bearbeiten, es war auch ein kleiner Mini-Urlaub für ihn. So sollte das ganze ja nicht in Stress ausarten, gell?!

Als ich mich gerade aufmachen wollte, mich in mein Zimmer zurück zu ziehen, kamen die Heizungsbauer, die die Heizung in der Reithalle reparieren sollten. Wie passend. Ich hoffte nur, dass sie fertig sein würden bis mein Unterricht begann. Pat wollte das gleich klären. Während ich mich dann zu einem Mittagsschlaf zurück zog, gingen Pat und Rob in den Stall. Sie holten schon mal die ersten Pferde rein, damit Rob mit seiner Arbeit anfangen konnte. Als ich am späten Nachmittag dazu stieß, war der Großteil schon drinnen. Wir holten nun noch die restlichen Buddies rein und ich schaute Rob bei seiner Arbeit zu bis mein Unterricht beginnen würde.
Es war ein lockerer Nachmittag mit lediglich zwei Stunden. Eine weitere Einführungsstunde, wo das Mädel das erste Mal auf dem Pferd sitzen würde und dann noch Kathryn, die sich mit Sugar befassen durfte. Aber es freute mich sehr zu sehen, dass sie seit letztem Montag sichtbare Fortschritte gemacht hatte. Sie hatte einen besseren Sitz und anscheinend waren einige Dinge doch hängen geblieben inzwischen. Schön zu sehen, wenn die Arbeit Früchte trägt, nicht wahr?! Und die ganze Zeit war es kuschlig warm in der Reithalle, da nun immerhin zwei Heizkörper repariert waren und ihren Dienst taten. Ich nutzte nun meinen frühen Feierabend, um eine Wäsche anzuschmeißen. Meine Hose konnte ich quasi schon in die Ecke stellen. Während Tom Springunterricht gab, Rob die Hufe pflegte und Pat im Stall zu tun hatte, machte ich eine Wäsche klar und ging unter die Dusche.

Anschließend machte ich mich mal wieder daran, meine Erlebnisse nieder zu schreiben, was in letzter Zeit wieder etwas zu kurz gekommen war. Inzwischen hatte Pat mit der Zubereitung des Abendessens begonnen. Es sollte Steak mit Reis, Gemüse und Salat geben. Ich hatte auch schon etwas Hunger. Gegen halb neun kam dann Rob ins Haus und noch etwas später Tom. Bis wir alle am Tisch saßen, war es inzwischen halb zehn. Ein spätes Supper. Aber das bin ich hier inzwischen schon gewohnt. Vorweg und dazu gab es den berüchtigten Bison Gras Wodka. Uuuh, und das auf nüchternen Magen. Gott sei Dank ist der Wodka ziemlich mild. Jedenfalls, was den Geschmack angeht… Wir schauten noch alle zusammen eine Weile das Vegas Rodeo im TV, bevor Tom und Pat sich zum Stall aufmachten, um die Pferde zu füttern. Ich verabschiedete mich ins Bett, ich war kaputt. Rob guckte noch etwas TV. Ich jedenfalls freute mich auf mein Bett und dass ich morgen Früh nicht in den Stall zum Ausmisten gehen müsste.

Wir waren gar nicht mal so schlecht in der Zeit, obwohl wir heute später angefangen hatten. Ich aufgrund, dass ich ritt und Matthew, weil er zu spät war. Matthew entschwand dann gegen 12 Uhr in seinen Feierabend und ich erledigte noch die letzten Kleinigkeiten, wie die beiden Boxen der Fohlen fertig misten und alle Halfter und Stricke sortieren, so dass an jeder Box ein passendes Halfter mit Strick für jedes Pferd zur Verfügung stand. Es ging mir nämlich mächtig auf den Zeiger, dass ich immer nach Halftern oder Stricken suchen muss, wenn wir morgens die Pferde raus bringen. Zudem räumte ich die Ablage, wo sich das Stalltelefon befand etwas auf, was Pat später gleich ins Auge fiel. Hatte also Sinn gemacht. War nur gespannt, wie lange das so bleiben würde oder wann die ersten Leute wieder all ihren Mist da hin schmeißen würden. Naja, egal. Anschließend ging ich rüber und machte meine wohlverdiente Mittagspause. Ich machte mir eine Schüssel Müsli zurecht und saß mit Rob und Pat unten im Wohnzimmer. Rob wollte später mit den Pferden anfangen, die ich nicht für die Reitstunden brauchen würde. Da wir alle Pferde raus gebracht hatten, wollte er warten bis wieder alle im Stall waren. Rob war hier ja nicht nur, um die Hufe der Pferde zu bearbeiten, es war auch ein kleiner Mini-Urlaub für ihn. So sollte das ganze ja nicht in Stress ausarten, gell?!

Als ich mich gerade aufmachen wollte, mich in mein Zimmer zurück zu ziehen, kamen die Heizungsbauer, die die Heizung in der Reithalle reparieren sollten. Wie passend. Ich hoffte nur, dass sie fertig sein würden bis mein Unterricht begann. Pat wollte das gleich klären. Während ich mich dann zu einem Mittagsschlaf zurück zog, gingen Pat und Rob in den Stall. Sie holten schon mal die ersten Pferde rein, damit Rob mit seiner Arbeit anfangen konnte. Als ich am späten Nachmittag dazu stieß, war der Großteil schon drinnen. Wir holten nun noch die restlichen Buddies rein und ich schaute Rob bei seiner Arbeit zu bis mein Unterricht beginnen würde.
Es war ein lockerer Nachmittag mit lediglich zwei Stunden. Eine weitere Einführungsstunde, wo das Mädel das erste Mal auf dem Pferd sitzen würde und dann noch Kathryn, die sich mit Sugar befassen durfte. Aber es freute mich sehr zu sehen, dass sie seit letztem Montag sichtbare Fortschritte gemacht hatte. Sie hatte einen besseren Sitz und anscheinend waren einige Dinge doch hängen geblieben inzwischen. Schön zu sehen, wenn die Arbeit Früchte trägt, nicht wahr?! Und die ganze Zeit war es kuschlig warm in der Reithalle, da nun immerhin zwei Heizkörper repariert waren und ihren Dienst taten. Ich nutzte nun meinen frühen Feierabend, um eine Wäsche anzuschmeißen. Meine Hose konnte ich quasi schon in die Ecke stellen. Während Tom Springunterricht gab, Rob die Hufe pflegte und Pat im Stall zu tun hatte, machte ich eine Wäsche klar und ging unter die Dusche.

Anschließend machte ich mich mal wieder daran, meine Erlebnisse nieder zu schreiben, was in letzter Zeit wieder etwas zu kurz gekommen war. Inzwischen hatte Pat mit der Zubereitung des Abendessens begonnen. Es sollte Steak mit Reis, Gemüse und Salat geben. Ich hatte auch schon etwas Hunger. Gegen halb neun kam dann Rob ins Haus und noch etwas später Tom. Bis wir alle am Tisch saßen, war es inzwischen halb zehn. Ein spätes Supper. Aber das bin ich hier inzwischen schon gewohnt. Vorweg und dazu gab es den berüchtigten Bison Gras Wodka. Uuuh, und das auf nüchternen Magen. Gott sei Dank ist der Wodka ziemlich mild. Jedenfalls, was den Geschmack angeht… Wir schauten noch alle zusammen eine Weile das Vegas Rodeo im TV, bevor Tom und Pat sich zum Stall aufmachten, um die Pferde zu füttern. Ich verabschiedete mich ins Bett, ich war kaputt. Rob guckte noch etwas TV. Ich jedenfalls freute mich auf mein Bett und dass ich morgen Früh nicht in den Stall zum Ausmisten gehen müsste.
Es ist Nikolausi, der 6. Dezember 2012, was ich allerdings heute Morgen noch nicht wirklich geschnallt hatte. Auch nicht, dass wir inzwischen den ersten Advent gehabt hatten. Unglaublich! Es ging den gewohnten Gang, um sechs Uhr Alex´ Pferde versorgen und anschließend in die Stallarbeit bei Pat und Tom stürzen. Als ich gerade noch bei meinem Frühstück saß, nachdem ich vom ersten Stalldienst zurück gekehrt war, sah ich Jason ankommen. Meine Güte, schon wieder so früh. Hat der kein Zuhause?! So starteten wir also wieder um sieben Uhr mit Pferde eindecken, raus bringen, Boxen misten, usw. Waren richtig schnell heute. Ich übernahm eine Seite der Stallgasse, Jason die andere Seite. Und wir teilten uns auch die Reinigung der Wassereimer, so dass es noch schneller ging. Während Jason dann Futter auffüllte und die Pferde mittags frisch mit Heu versorgte, streute ich die Boxen ein und verteilte das Heu für die Abendfütterung. Gegen elf Uhr rief dann Pat an, ob ich mit ihr und Tom in die Stadt fahren wollte, um vielleicht im Javaroma ins Internet zu gehen oder ein paar Dinge zu besorgen. Sie musste Tom zur Arbeit fahren und anschließend Rob, den Hufpfleger, vom Airport abholen. Rob wird alle paar Wochen von Alberta eingeflogen, um die Hufe der Pferde zu trimmen. Er sollte heute Mittag gegen ein Uhr am Flughafen eintreffen. Ich freute mich riesig über das Angebot und machte mich um halb zwölf auf den Weg zum Haus, um mich fertig zu machen. Gegen zwölf fuhren wir also zunächst zur Tierklinik, um Tom abzusetzen und anschließend brachte mich Pat zum Café, wo sie mich gegen zwei Uhr wieder einsammeln wollte. Das war gut, dann hatte ich noch ein wenig Zeit. Das Café war gerappelt voll und ich war froh noch einen freien Platz zu erobern. Ja, war auch irgendwie logisch, es war schließlich Mittagszeit und viele Leute kamen zum Lunch hierher. Ich bestellte mir nur einen kleinen Latte, da ich noch gar keinen Hunger hatte. Außerdem hatte Pat einen Besuch bei Mc Donald´s in Aussicht gestellt. Während ich an meinem Latte nippte und die Leute auf der Straße beobachtete, checkte ich meine E- Mails. Ich hatte ja gedacht, dass ich bis zwei Uhr noch so viel Zeit haben würde, dass ich noch einen kleinen Stadtbummel machen könnte, aber da hatte ich mich geirrt. Das Lesen und Beantworten von einer Menge Mails und Textmessages dauerte so lange, dass ich gerade fertig war, als Pat und Rob zur Tür hereinkamen, um mich abzuholen. Pat lud uns noch zu einem Chai Latte ein, den wir mit ins Auto nahmen. Nun ging es erstmal zu Mc Donald´s zum Lunch. Ach, so einen Big Mäc konnte ich auch mal wieder gut haben. Nun musste Pat noch ein paar Einkäufe erledigen, bevor wir zurück fuhren. Ich hatte meine Reitstunde um halb sechs, so dass noch etwas Zeit war. Ich selbst benötigte auch noch ein paar Kleinigkeiten, so dass es mir sehr recht war, dass wir zum Einkaufen zu Extra Foods fuhren. Es folgte noch der ein oder andere Laden und Auto voll tanken, bevor wir letztendlich wieder am Stall ankamen. Dann hieß es Einkäufe reinbringen und fertig machen zum Pferde rein holen. Einige Pferde kamen heute sehr gut rein, während andere erst in die falsche Box liefen oder einen Umweg um die Reithalle machten. Es ist doch jeden Tag wieder was Neues. Ich bin jedes Mal heilfroh, wenn nichts passiert. Die Pferde schlittern mehr oder weniger auf ihren zu Eis gefrorenen High Heels die Stallgasse entlang. Jawa war heute fast gefallen. Mir wird immer ganz anders, wenn ich da zusehe. Da ich leider wieder eine Absage hatte heute, blieben noch zwei Reitstunden zu geben. Eine mit Mika, die zum ersten Mal bei mir ritt und die andere Stunde mit Michelle. Mika war nicht zu schlecht, aber wie die meisten dachte sie, dass sie besser wäre als sie wirklich war. Das ist immer etwas anstrengend. So war sie zunächst enttäuscht, als ich ihr eröffnete, dass wir wohl die nächsten Stunden erstmal an die Longe gehen würden, damit sie besser in Balance kommen würde und ein besseres Körpergefühl entwickeln könnte. Während sie nach der Reitstunde ihr Pferd wegbrachte, konnte ich eine Weile mit ihrer Mutter schnacken, die an der Konstruktion der Iceroad beteiligt ist und versuchen wollte, dass ich tatsächlich eine Fahrt auf der Iceroad bekommen könnte. Sie meinte, im Moment wäre das noch schwierig, das die Straße gerade erst gebaut wird und es viele Sicherheitskontrollen gibt. Aber sie wollte fragen, ob ich mal mit kommen könnte. Das wäre natürlich der Hammer, wenn das klappen würde! Die Reitstunde mit Michelle war wieder sehr entspannt und nett. Sie ritt heute wieder Czar und es war gar nicht mal so schlecht. Wir hatten zwar bisher noch nicht versucht den Galopp dazu zu nehmen, aber Michelle hatte derzeit mit dem Trab genug zu tun. Nach dem Unterricht gab es Abendessen, Steak mit Pasta und Salat. Ich hatte knapp eine Stunde Zeit, da ich ja um neun Uhr mit Dyan zur Hundeeinführung verabredet war. Rob wollte mich begleiten, da hier am Hofe derzeit nur ein Vehicle zur Verfügung stand und falls Tom einen Notfall rein bekommen würde, müssten wir erreichbar sein, dass wir zurück fahren konnten. Rob war also mein übergroßes Mobiltelefon. Rob schlief im Auto, während ich mich mit Dyan unterhielt. Sie gab mir auch gleich einen Schneeanzug zum Anprobieren und ich hatte Glück, dass er tatsächlich passte. In die richtigen Klamotten geworfen, ging es raus in die Hundemeute. Die Hunde waren erwartungsgemäß aufgeregt, aber wirklich sehr freundlich. Hatte ich nicht erwartet, muss ich zugeben. Ich dachte, die sind alle komplett crazy. Aber sie waren einfach nur neugierig und wirklich süß. Als sie alle von der Kette waren, war ein großes Hundedurcheinander im Zwinger. Ein riesiges, kläffendes Knäuel. Sie erklärte zwischen all dem Gejaule und Gekläffe, welcher Hund welchen Namen hat und was die Aufgabe des jeweiligen Hundes ist, usw. Ich dachte nur, dass ich froh war, wenn ich all die anderen Sachen im Kopf behalten würde. Die Namen würden wohl eher nicht hängen bleiben. Aber wie sagt man so schön, Namen sind Schall und Rauch?! Nach ungefähr einer Stunde waren wir soweit durch und verabredeten uns noch mal für morgen Früh, damit sie mir die Morgenfütterung zeigen konnte. Ich sollte dann nicht später als sechs Uhr bei ihr sein, das sie später zur Arbeit musste und nicht zu spät sein durfte. Ich weckte Rob aus seinem Schläfchen, als ich wieder ins Auto stieg, das mollig warm war, und wir fuhren zurück. Tom und Pat machten sich kurz nach unserer Ankunft auf den Weg in den Stall zur abendlichen Fütterung. Rob und ich entschieden entgegen, dass wir uns ein Dessert gönnen wollten, zu dem wir aufgrund unseres hastigen Aufbruchs nach dem Abendessen gar nicht gekommen waren. Wir holten also diese leckeren kleinen Pastetchen aus dem Kühlschrank und genossen jeder ein Stück. Und Rob nötigte mich tatsächlich dazu noch eines zu nehmen. Danach war ich aber auch wirklich abgefüllt mit Dessert. Und ich fühlte mich ziemlich schwer und müde, so dass ich mich kurz später ins Bett verabschiedete. Es war inzwischen ja auch schon halb zwölf. Rob ging wohl auch nicht so spät ins Bett, da er meinte, dass er nicht wirklich viel Schlaf gehabt hatte, die letzte Nacht. Pat und Tom verbrachten noch eine ganze Weile im Stall, ich würde sie morgen im Laufe des Tages erst wieder zu Gesicht bekommen. Ich fiel nur noch in mein Bett. Morgen sollte ich ja früh raus, um ja nicht zu spät zu sein. Stellte meinen Wecker auf halb sechs.
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