Heute Morgen, am 17. April 2013, versuchte ich früh aus den Federn zu kommen, um das ein oder andere Pferd noch vor dem Rausbringen zu arbeiten. Aber wie das immer so ist, wenn man was plant, es haut nie hin. Ich hatte in der Nacht wieder fast nicht geschlafen… Die Schlaflosigkeit hatte mich offensichtlich wieder. So kam ich natürlich nicht aus dem Bett und blieb noch bis neun Uhr liegen und döste vor mich hin. Da die Pferde jetzt eh schon alle draußen waren, war es eh egal. Tom hatte heute seinen freien Tag und Pat hatte ebenfalls keinen Stalldienst. Wir schliefen alle aus. Nachdem ich mich aber doch irgendwann aus dem Bett gequält hatte, ging ich runter und frühstückte und schaute Heartland. Tom kam gegen halb zehn auch runter und fragte, ob ich ein Steak haben wollte… Nee, danke. Die hart arbeitende Zeit am Yukon war vorbei, nun konnte ich morgens echt kein Steak vertragen. Obwohl es inzwischen ja schon fast Brunchzeit war… Ich war etwas antriebslos heute, wollte aber auf jeden Fall noch in die Stadt heute. So fragte ich Pat, ob ich eines der Autos leihen konnte, als sie nach unten gekommen war. Ich fragte, ob sie nicht vielleicht Lust hätte mich zu begleiten. Dann kam sie auf die Idee, dass wir versuchen sollten einen Termin für eine Pediküre zu bekommen. Oh ja, das war eine hervorragende Idee. Sie rief gleich beim Spa an und wir bekamen noch für heute Nachmittag einen freien Termin. Super! Tom war inzwischen schon zur Arbeit gefahren und wir wollten uns auf den Weg machen, wenn er zurück wäre, da die Wasserangelegenheit im Stall immer noch einer ständigen Überwachung und Beseitigung bedurfte. Da es heute aber richtig kalt war, stellten wir fest, dass bisher noch nicht mal das Eis geschmolzen war. Es drohte momentan also gar keine Gefahr einer weiteren Überflutung im Stall. Wir konnten uns somit früher auf den Weg machen und nutzten die Zeit für einen kleinen Einkauf und ich gab eine Runde Mocca aus. Um drei ging´s dann ins Spa. Die Pediküre war wieder mal herrlich und wir saßen gemütlich in unseren Massagesesseln, unterhielten uns über Gott und die Welt und lasen Klatschzeitungen. So kam ich auch mal wieder ein wenig auf den neuesten Stand, was die Glitzerwelt angeht. Um halb sechs hatte ich eine Reitstunde mit Kim, so dass wir uns nach unserem Wellnessaufenthalt fix auf den Weg zurück machten. Kim ist sowieso immer etwas spät dran, aber wir waren pünktlich. Schnell umgezogen und runter in den Stall. Der Unterricht war ok. Sie ist immer noch zu verkrampft und ängstlich. Aber sie wollte heute, dass wir Baya zum Buckeln bringen sollten, damit sie lernen würde, damit umzugehen. Ich mein, man musste nicht viel machen, dass sie buckelte, so dass ich einfach abwartete, dass Kim versuchte sich durchzusetzen und Baya sich zu widersetzen. Kim saß aber super im Sattel. Die Buckler sind eigentlich nur kleine Hüpfer und man kann das ziemlich schnell abstellen, aber Kim hatte ihre Probleme damit. Letztendlich war sie so fix und foxi, dass sie fragte, ob ich noch mal ein paar Minuten mit ihr arbeiten könnte. War mit eine Freude, denn ich muss zugeben, dass ich inzwischen wirklich gerne mit Baya arbeitete. Sie war ein Aas, aber wenn man sie auf seine Seite bekam, dann versuchte sie wirklich immer hart das zu machen, was man von ihr verlangte. Und das mit ihrem krummen Bein! Das imponierte mir. Dann kam noch ein wenig Theorie über den richtigen Sitz, während schon die Mädels in die Halle strömten, um die Sprünge für den Springunterricht aufzubauen. Nach dem Springen hatte ich noch eine halbe Stunde Unterricht mit Julia, so dass ich mir die Springstunde anschaute, um die Zeit zu überbrücken. Julia´s Unterricht dehnte sich letztendlich auf eine Stunde aus, da wir so viel schnackten und sie so viele Fragen hatte, das eigentlich keine Zeit zum Reiten geblieben war. Das tat mir einfach leid und ich gab ihr noch eine halbe Stunde oben drauf. Pat wartete schon mit dem Abendessen und ich sprintete ins Haus. Tom und Pat waren müde, so dass sie schon mal ins Schlafzimmer verschwanden, während ich noch mein Abendessen verzehrte. Dann schaute ich noch das aufgenommene American Idol im Schnelldurchlauf und anschließend einen Teil von Hair, dem Film. War immer noch nicht müde… Ging in mein Zimmer und schaute und sortierte Fotos und hörte Musik bis ein Uhr nachts. Dann haute ich mich endlich hin und fiel in einen unruhigen Schlaf.
Samstag, 4. Mai 2013
Dienstag, 16. April 2013: Ich hatte kaum geschlafen letzte Nacht. Fing das schon wieder an?! Aber ich glaube, es lag daran, da es so heiß war. Die Heizung war viel zu hoch eingestellt gewesen. Kam erst um halb neun aus dem Bett. Würde um zehn Uhr mit Alex Unterricht haben. Tom und Pat hatten mir wieder ein Auto überlassen, so dass ich gegen neun Alex anrief, um ihr dies wie gewohnt mitzuteilen. Dann aß ich meine übliche Portion Cornflakes und machte mich fertig. Tom musste auch bald los, so dass wir nahezu zur gleichen Zeit das Haus verließen. Pat wollte sich noch mal eine Stunde hinlegen, da sie ebenfalls kaum geschlafen hatte. Ging kurz runter in den Stall und sagte Abbey und Jason Guten Morgen. Außerdem wollte ich wissen, ob Abbey heute eine Reitstunde haben wollte, da ich sie gestern ja quasi versetzt hatte. Hatte aber eh das Gefühl gehabt, dass sie nicht fit genug gewesen wäre. Sie hatte sich nämlich einen Erkältung eingefangen und stand nun unter "Drogen". Ja, sie wollte heute auf jeden Fall Unterricht haben. Sie würde nach der Arbeit kurz nach Hause fahren und was essen und dann zurück kommen. Das war gut, dann hatte ich nach Alex´s Unterricht noch Zeit kurz in die Stadt zu fahren und ein paar Dinge zu erledigen. Ich würde dann früh genug zurück sein.
Der Unterricht mit Alex verging wie im Flug und war wieder ziemlich gut gewesen. Alex war sehr zufrieden. Ich verabschiedete mich, nachdem wir einen neuen Termin ausgemacht hatten und fuhr in die Stadt. Es war herrlicher Sonnenschein, aber leider wieder ziemlich kalt. -10°C und -16°C mit Windchill. Als ich wieder am Stall ankam, war Tom auch gerade zur Mittagspause gekommen. Er wollte eine Runde reiten. Ich meinte dann, dass ich dann heute wohl doch nicht Cimmaron reiten würde. Pat sagte, dass Tom Springer reiten würde, so dass ich mich heute Cimmaron und Java widmen konnte… Nun war aber erstmal der Unterricht mit Abbey an der Reihe. Wir hatten wieder verdammt viel Spaß. Sie ist super. Während sie dann nach dem Reiten Norman versorgte, holte ich Cimmaron rein und brachte ihn nach einer kurz ausfallenden Fellpflege in die Halle. Ich wusste, dass er beim Aufsteigen Probleme machte und dass man eigentlich jemanden brauchte zum Festhalten. Aber mein Ehrgeiz hatte mich mal wieder gepackt, ich wollte es alleine versuchen. Konnte ja nicht so schwer sein. Cimmaron ist ein so toller und ehrlicher Kerl. Er hatte bestimmt seine Gründe, dass er immer Probleme machte beim Aufsteigen. Ich war mir sicher, dass er einfach die Balance verlor. Nach einigen Runden Führen brachte ich ihn zur Aufstiegshilfe, wo er natürlich erstmal nicht stehen blieb. Nach einigen Überredungsversuchen schaffte ich es, dass er sich nicht rührte, wenn ich auf das Treppchen stieg. Stieg von der rechten Seite auf, da er immer zur Seite lief, wenn man von der linken Seite aufstieg. Ich dachte, wenn es ein Balanceproblem war, dann dürfte jetzt nichts passieren oder er müsste zur rechten Seite laufen. Er stand wie eine eins… Versuchte ihn nun einfach ins Vorwärts-Abwärts zu bekommen, was bei Friesen sowieso immer eine nicht ganz so einfach Angelegenheit ist, da sie eine natürliche Aufrichtung haben und ihnen das Runterstreifen nicht gerade liegt. Ging aber ganz gut. Dann versuchte ich Trab. Ging alles erstaunlich gut. Biegen war natürlich noch nicht wirklich möglich, aber ich arbeitete daran. Konnte ihn aber nicht in den Galopp bringen, ein weiteres großes Problems Cimmaron´s. Da ich wusste, dass er schön buckelte, wenn man ihn mit der Gerte in den Galopp brachte und ich nicht sonderlich scharf darauf war, beließ ich es für heute bei Trab und Schritt. Wenn ich ihn etwas besser kennen würde, würde ich es wieder versuchen. Pat schaute ab und an in die Halle und fragte, wie es so lief. Nach einer Dreiviertel Stunde war der Kleinen durch und ich beendete unsere Arbeit. Nun kam Java an die Reihe. Aber erstmal kriegen! Es kostete mich ungefähr eine viertel Stunde, die Dame einzufangen. Aber aufgeben gab es nicht. Ich scheuchte sie durchs Paddock bis es ihr einfach zu ungemütlich wurde und sie sich einfangen ließ. Jetzt war sie auf jeden Fall schon mal war. Und ich auch… Pat meinte, dass ich ja so eine Geduld hätte. Ja, ich arbeite daran. Teilweise war ich innerlich aber so was von wütend, kann ich nur sagen. Aber ich blieb ruhig und arbeitete einfach weiter. Nächste Herausforderung nach dem Einfangen war das Trensen. Aber auch damit konnte sie mich nicht beeindrucken. Irgendwann kam ich dann auch mal in der Halle an. Führte sie eine Weile, bevor ich mich in den Sattel schwang. Sie ist eigentlich ein normales Sport Warmblut und nicht weiter besonders. Aber hier zwischen all den anderen Trail- und Kutschpferden war sie schon ein kleiner Star im Stall. Aber ich muss zugeben, dass es mehr Spaß machte Norman zu reiten als Java. Sie schmiss immer wieder ihren Kopf in die Luft und ignorierte das Bein. Letztendlich arrangierten wir uns aber und es war ok. Emma war inzwischen eingetroffen, um Norman für ihre Springstunde fertig zu machen. Ich brachte Java in ihre Box und ging kurz mit Pat ins Haus, da sie mir einen Kaffee machen wollte. Dann baute ich ein paar Sprünge für Emma auf und los ging´s. Bis darauf, dass sie einmal auf dem Hals von Norman landete, da der Absprung überhaupt nicht gepasst hatte, war es eine gute Stunde. Sie hatte mir zum Abschied ein kleines Geschenk mitgebracht, es war eine Dublone aus China, wo sie vor ein paar Wochen im urlaub war. im Urlaub war. Außerdem chinesische Kaugummis, die wohl ziemlich unangenehm riechen, aber super gut schmecken sollten. Ich würde es probieren. Und eine kleine goldene Pferdestatue war auch noch dabei. Ich freute mich riesig über das Geschenk. Wirklich süß. Es war nun sieben Uhr und ich wunderte mich, wo Sydney blieb. Sie war schließlich schon vor einer Stunde angekommen, um Java fertig zu machen. Ich rief über die Stallgasse, ob sie nicht in die Halle kommen wollte. Sie rief zurück, dass sie Hilfe bräuchte. Hilfe? Bei was? Java ließ sich nicht trensen. Haha, das kam mir bekannt vor. Aber nicht mit mir, meine Dame. So, schnell Trense rauf und ab in die Halle. Sydney war ziemlich müde heute, da sie letzte Nacht mit der Schule im Busch geschlafen hatte. Interessantes Projekt, sag ich nur. So war die Reitstunde nicht so effektiv, aber sie war zufrieden. Pat hatte vorher noch gesagt, dass sie das Abendessen bereits zubereitete und dass ich nicht zu spät kommen sollte. Ok, so sprang ich um acht aus der Halle und ab zum Haus. Es gab Hähnchen mit Gemüse und Salat. Anschließend machte ich den Abwasch und Tom und Pat brachten die Pferde rein, die mittlerweile schon ziemlich lange draußen bleiben durften. Ich zog mich dann zurück und schrieb mal wieder ein paar Zeilen. Gegen Mitternacht machte ich die Augen zu. Hoffte, dass ich heute besser schlafen könnte. Morgen würde ein anstrengender Tag mit etlichen Pferde reiten und Unterricht werden. Paul würde wahrscheinlich erst übermorgen wieder zum Arbeiten kommen. So war morgen Pferdetag angesagt.
Der Unterricht mit Alex verging wie im Flug und war wieder ziemlich gut gewesen. Alex war sehr zufrieden. Ich verabschiedete mich, nachdem wir einen neuen Termin ausgemacht hatten und fuhr in die Stadt. Es war herrlicher Sonnenschein, aber leider wieder ziemlich kalt. -10°C und -16°C mit Windchill. Als ich wieder am Stall ankam, war Tom auch gerade zur Mittagspause gekommen. Er wollte eine Runde reiten. Ich meinte dann, dass ich dann heute wohl doch nicht Cimmaron reiten würde. Pat sagte, dass Tom Springer reiten würde, so dass ich mich heute Cimmaron und Java widmen konnte… Nun war aber erstmal der Unterricht mit Abbey an der Reihe. Wir hatten wieder verdammt viel Spaß. Sie ist super. Während sie dann nach dem Reiten Norman versorgte, holte ich Cimmaron rein und brachte ihn nach einer kurz ausfallenden Fellpflege in die Halle. Ich wusste, dass er beim Aufsteigen Probleme machte und dass man eigentlich jemanden brauchte zum Festhalten. Aber mein Ehrgeiz hatte mich mal wieder gepackt, ich wollte es alleine versuchen. Konnte ja nicht so schwer sein. Cimmaron ist ein so toller und ehrlicher Kerl. Er hatte bestimmt seine Gründe, dass er immer Probleme machte beim Aufsteigen. Ich war mir sicher, dass er einfach die Balance verlor. Nach einigen Runden Führen brachte ich ihn zur Aufstiegshilfe, wo er natürlich erstmal nicht stehen blieb. Nach einigen Überredungsversuchen schaffte ich es, dass er sich nicht rührte, wenn ich auf das Treppchen stieg. Stieg von der rechten Seite auf, da er immer zur Seite lief, wenn man von der linken Seite aufstieg. Ich dachte, wenn es ein Balanceproblem war, dann dürfte jetzt nichts passieren oder er müsste zur rechten Seite laufen. Er stand wie eine eins… Versuchte ihn nun einfach ins Vorwärts-Abwärts zu bekommen, was bei Friesen sowieso immer eine nicht ganz so einfach Angelegenheit ist, da sie eine natürliche Aufrichtung haben und ihnen das Runterstreifen nicht gerade liegt. Ging aber ganz gut. Dann versuchte ich Trab. Ging alles erstaunlich gut. Biegen war natürlich noch nicht wirklich möglich, aber ich arbeitete daran. Konnte ihn aber nicht in den Galopp bringen, ein weiteres großes Problems Cimmaron´s. Da ich wusste, dass er schön buckelte, wenn man ihn mit der Gerte in den Galopp brachte und ich nicht sonderlich scharf darauf war, beließ ich es für heute bei Trab und Schritt. Wenn ich ihn etwas besser kennen würde, würde ich es wieder versuchen. Pat schaute ab und an in die Halle und fragte, wie es so lief. Nach einer Dreiviertel Stunde war der Kleinen durch und ich beendete unsere Arbeit. Nun kam Java an die Reihe. Aber erstmal kriegen! Es kostete mich ungefähr eine viertel Stunde, die Dame einzufangen. Aber aufgeben gab es nicht. Ich scheuchte sie durchs Paddock bis es ihr einfach zu ungemütlich wurde und sie sich einfangen ließ. Jetzt war sie auf jeden Fall schon mal war. Und ich auch… Pat meinte, dass ich ja so eine Geduld hätte. Ja, ich arbeite daran. Teilweise war ich innerlich aber so was von wütend, kann ich nur sagen. Aber ich blieb ruhig und arbeitete einfach weiter. Nächste Herausforderung nach dem Einfangen war das Trensen. Aber auch damit konnte sie mich nicht beeindrucken. Irgendwann kam ich dann auch mal in der Halle an. Führte sie eine Weile, bevor ich mich in den Sattel schwang. Sie ist eigentlich ein normales Sport Warmblut und nicht weiter besonders. Aber hier zwischen all den anderen Trail- und Kutschpferden war sie schon ein kleiner Star im Stall. Aber ich muss zugeben, dass es mehr Spaß machte Norman zu reiten als Java. Sie schmiss immer wieder ihren Kopf in die Luft und ignorierte das Bein. Letztendlich arrangierten wir uns aber und es war ok. Emma war inzwischen eingetroffen, um Norman für ihre Springstunde fertig zu machen. Ich brachte Java in ihre Box und ging kurz mit Pat ins Haus, da sie mir einen Kaffee machen wollte. Dann baute ich ein paar Sprünge für Emma auf und los ging´s. Bis darauf, dass sie einmal auf dem Hals von Norman landete, da der Absprung überhaupt nicht gepasst hatte, war es eine gute Stunde. Sie hatte mir zum Abschied ein kleines Geschenk mitgebracht, es war eine Dublone aus China, wo sie vor ein paar Wochen im urlaub war. im Urlaub war. Außerdem chinesische Kaugummis, die wohl ziemlich unangenehm riechen, aber super gut schmecken sollten. Ich würde es probieren. Und eine kleine goldene Pferdestatue war auch noch dabei. Ich freute mich riesig über das Geschenk. Wirklich süß. Es war nun sieben Uhr und ich wunderte mich, wo Sydney blieb. Sie war schließlich schon vor einer Stunde angekommen, um Java fertig zu machen. Ich rief über die Stallgasse, ob sie nicht in die Halle kommen wollte. Sie rief zurück, dass sie Hilfe bräuchte. Hilfe? Bei was? Java ließ sich nicht trensen. Haha, das kam mir bekannt vor. Aber nicht mit mir, meine Dame. So, schnell Trense rauf und ab in die Halle. Sydney war ziemlich müde heute, da sie letzte Nacht mit der Schule im Busch geschlafen hatte. Interessantes Projekt, sag ich nur. So war die Reitstunde nicht so effektiv, aber sie war zufrieden. Pat hatte vorher noch gesagt, dass sie das Abendessen bereits zubereitete und dass ich nicht zu spät kommen sollte. Ok, so sprang ich um acht aus der Halle und ab zum Haus. Es gab Hähnchen mit Gemüse und Salat. Anschließend machte ich den Abwasch und Tom und Pat brachten die Pferde rein, die mittlerweile schon ziemlich lange draußen bleiben durften. Ich zog mich dann zurück und schrieb mal wieder ein paar Zeilen. Gegen Mitternacht machte ich die Augen zu. Hoffte, dass ich heute besser schlafen könnte. Morgen würde ein anstrengender Tag mit etlichen Pferde reiten und Unterricht werden. Paul würde wahrscheinlich erst übermorgen wieder zum Arbeiten kommen. So war morgen Pferdetag angesagt.
Montag, 15. April 2013: Paul hatte gestern Abend nicht wie versprochen angerufen. Ich wusste, dass er Samstag Morgen wohl angerufen hatte, aber Tom konnte sich nicht erinnern, was er gesagt hatte. Er meinte:"Probably nothing important… I guess, he was asking for you."… Thank you! Was sollte das denn heißen?! Nicht wichtig, wenn er nach mir fragt?! Unglaublich! Wir hatten aber alle herzlich darüber gelacht, da er es natürlich nicht gemeint hatte, wie es letztendlich geklungen hatte. Ja, aber nun wusste ich nicht, ob er heute kommen würde zum Arbeiten oder nicht. Ich stand aber trotzdem rechtzeitig auf, da er am Freitag gesagt hatte, dass er Montag um dieselbe Uhrzeit hier sein würde. Ich verließ mich auf sein Wort. Ging gegen halb neun raus, um die drei Birken an den Paddocks zu suchen, die abgestorben waren und Tom gefällt haben wollte. Es war noch ziemlich kalt heute Morgen, so dass ich entschieden hatte wieder eine zweite Hose unter meinen Garhartts anzuziehen. Dann stand ich also einfach in der Sonne und genoss die wärmenden Strahlen. Unterhielt mich noch kurz mit Abbey und Jason und skatete dann ein wenig auf den zugefrorenen Pfützen herum, als ein weißer Pick up Truck auf den Hof gefahren kam. Ich fragte mich, wer das sein mochte. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass es Paul war. Und ich lag richtig. Ich kannte den Wagen nicht, aber er war es tatsächlich. Man konnte sich also auf sein Wort verlassen. Er fragte, ob ich beschäftigt wäre oder einfach nur ein wenig skaten würde. Haha, ja ich wartete schließlich schon eine halbe Stunde und er hatte nicht angerufen. Wir machten uns gleich als erstes an die Birken. Während Paul fix die drei Bäume flach legte und in handliche Stücke zersägte schaufelte ich die Ladefläche frei, die voll von Schnee war. Dann ging es an die abgestorbenen Bäume auf den Trails, die Pat beseitigt haben wollte. Während ich also nur daneben sitzen und zugucken konnte, kam mir die Idee, dass ich nach einer weiteren Kettensäge suchen könnte. Mir war, dass ich im Sommer im Heuschuppen einen gesehen hätte. Gesagt, getan. Paul meinte, dass ich auf dem Rückweg die Feile zum Schärfen der Kette mitbringen könnte. Ich fand tatsächlich eine Husqvarna, die ich aber nicht zum Laufen brachte. Ich nahm sie mit zum Truck und legte sie auf die Ladefläche in die Sonne. Vielleicht taute das Ding ja auf. Ich ging dann wieder auf den Trail zu Paul und brachte ihm die Feile. Während ich die Kettensäge festhielt, schärfte er die Zähne der Kette. Es waren noch zwei, drei weitere tote Bäume zu fällen, dann würden wir uns wieder an die Trailverbreiterung machen. Dafür fuhren wir anschließend mit dem Truck ein Stück am Highway entlang, um unserem Trail von hier aus zu folgen. Ich hatte nämlich keinen blassen Schimmer, wo der Trail am Stallgebäude wirklich raus kam. Waren noch eine Weile mit dem Trail beschäftigt. Konnten aber ganz zufrieden sein, mit unserer Arbeit. Ich fragte Pat dann, ob hier näher an der Halle etwas zu fällen wäre, da wir uns nicht sicher waren, welcher hier der richtige Trail wäre. Sie meinte, dass da nichts weiter wäre. Oh, das war gut. Dann waren wir also fertig. Paul musste ein paar Möbel abholen und fragte, ob ich ihn begleiten wollte. Wir könnten uns danach einen Sub zum Lunch holen und einen Latte und dazu die Fotos vom Quest auf meinem Mac anschauen. Das war doch eine herrliche Idee. Ich meldete mich bei Pat ab und wir fuhren nach Yellowknife rein. Es war eine Kommode mit Spiegel, die wir abholen sollten. Tja, die Ladefläche war nun voll mit Holz… Also alles abladen und Kommode auf die Ladefläche. Ich fragte, ob er nicht vielleicht ein paar Decken zum Schutz des Mobiliars hätte oder so. Nö, nicht nötig. Hm. Wir luden nun das Holz wieder auf und besuchten noch kurz einen der Yellowknifer Musher, der gleich um die Ecke wohnte. Es gab also doch einige Musher hier oben. Nun knurrte mir aber langsam echt der Magen. Hatte heute Morgen nur ein paar Cornflakes mit der restlichen Milch verdrückt. Mehr gab es nicht, da Pat noch nicht eingekauft hatte. Nun war ich hungrig. Wir holten uns also unseren Sub, Latte und Muffin zum Dessert und fuhren aus der Stadt. Fanden irgendwo ein Plätzchen zum Parken und vertilgten erstmal unser Sandwich. Dann machten wir es uns auf der Rücksitzbank gemütlich, da wir von hier einen besseren Blick auf den Mac haben konnten. Und der Truck hatte wirklich einen luxuriös große Rücksitzbank mit viel Beinfreiheit. Schauten uns einen Großteil der Fotos an, tranken Latte und schwelgten in Erinnerungen an den Quest. Mussten oft so lachen, wenn wir uns an einige Situationen erinnerten. Die Zeit verrann und wir kriegten das vor lauter Gequatsche gar nicht mit. Und da es schon so lange hell war, merkten wir gar nicht, dass es inzwischen schon halb neun war! Ups! Wir machten uns auf den Rückweg. Paul lieferte mich bei Tom und Pat ab und fuhr dann heim. Er wollte sich wieder melden, wenn er wieder zum Arbeiten kommen würde. Er hatte noch immer mein Phone. Sollte er es noch geniessen, die letzten Tage. Tom und Pat waren gerade dabei die Pferde rein zu holen und ich half ihnen noch ein bissel. Die Überschwemmung hatte Pat gut in den Griff bekommen. Sie war den ganzen Nachmittag regelmäßig in den Stall gelaufen und hatte jede kleine Pfütze rechtzeitig abgepumpt. Wir gingen alle zusammen ins Haus, wo Pat uns eines ihren wahnsinnig guten Thunfisch Sandwiches zum Abendessen machte. Göttlich! Ich war den Tag über so müde gewesen und ging nun bald ins Bett. Musste Schlaf nachholen von gestern.
Wollte heute Morgen, am 14. April 2013, eigentlich Norman reiten. Kam erst gegen viertel vor acht aus dem Bett und alle Pferde waren schon draußen. Emma und Julia taten dieses Wochenende Stalldienst und sie fingen immer um sieben Uhr an… Zog trotzdem meine Reitklamotten an, da ich mir Norman dann halt wieder rein holen würde. Aber das wurde nichts, denn Gill hatte einen seiner Leute mit einem Minibagger und einem Bobcat geschickt, der nun Eis und Schnee vor dem Eingangstor zum Stall wegschaffte.

Am anderen Ende des Stalls waren Tom, Pat, Emma und Julia mit Ausmisten beschäftigt, so dass der Traktor auf dieser Seite den Eingang versperrte. Also, dann wohl doch nicht reiten. Ich verschob diese Pläne auf den Nachmittag. Stattdessen schnappte ich mir Werkzeug und reparierte den Schlauch, was sich als nicht allzu einfach herausstellte und auch nicht ohne kleinere Verletzungen möglich war. Letztendlich aber kriegte ich es hin. Dann schnappte ich mir eine Schaufel und half beim Misten, da ich eh auf war und wie gesagt Reiten nicht möglich war. Die Arbeit war schnell erledigt. Ich ging nun ins Haus und nutzte die Zeit meine Wäsche zu waschen und eine schöne Dusche zu nehmen. Tom war zwischenzeitlich wieder zu einem Notruf gerufen worden und Pat war noch im Stall beschäftigt. Ja, mit den Kids dauert alles ein bisschen länger. Dann schrieb ich eine ganze Weile und um kurz vor eins ging´s dann zu unserem Lunch ins Explorer Hotel. Es war wie immer gut.
Naja, diesmal fand ich nicht so viel, wonach mir der Sinn stand. Aber ich probierte Bison. Vom Geschmack her sehr lecker, aber man hat schon ein bissel was zu kauen. Ziemlich tough, das Fleisch. Nachmittags musste ich erstmal einen kleinen Nap in der hereinscheinenden Sonne einlegen. Eigentlich wollte ich mit Pat einkaufen fahren, aber sie meinte, dass wir erstmal eine kleine Verdauungspause bräuchten. Ich war nicht bös drum. Um vier Uhr saß ich bereits unten und schaute ein paar Folgen Heartland und wartete auf Pat. Um sechs Uhr würde ich meinen Unterricht mit Trish haben, so wurde es langsam knapp mit der Zeit. Pat tauchte auf und ich fragte, ob sie noch los wollte und ob wir es denn bis sechs Uhr zurück schaffen würden. Oh, das hatte sie total vergessen, dass ich Unterricht hatte. Sie sagte, dass sie eh erst noch in den Stall musste, um der neuen Überschwemmung entgegen zu arbeiten. Sie würde dann später nur das Nötigste einkaufen, das wäre schon ok. Ich sollte noch in Ruhe Heartland gucken. Ach, ich war ja so was von abhängig von dieser Serie. Um kurz vor sechs ging ich in den Stall und machte mit Trish Longenunterricht. Teilweise musste ich wieder übernehmen, da Trish gerne zuguckte und lernte. Manche Sachen wollte ich ihr auch einfach nicht mehr zumuten. Gill war heute wieder gekommen, um zu sehen, wie es mit der Beseitigung der Überschwemmung voran ging. Er hatte noch mal einen anderen Mitarbeiter mit gebracht, der jetzt mit zwei Pumpen versuchte, der ganzen Sache Herr zu werden. Und es schien tatsächlich zu funktionieren. Gill überwachte das Ganze und versuchte kluge Ratschläge zu geben, die aber nicht so gut ankamen. Da ich noch voller Energie steckte, machte ich mir nach dem Unterricht Norman fertig zum Reiten. Es war einfach nur herrlich! Er war super. Und ich hatte heute Abend ein paar Zuschauer, was für mich inzwischen ja schon völlig ungewohnt war. Da ich aber durchweg positive Aussagen erhielt, war ich ganz froh. Ich selber war nicht komplett zufrieden mit meiner Arbeit, aber anscheinend sah das niemand. Nach Norman schnappte ich mir auch noch kurz Mack, der aber heute leider nicht so gut war wie gestern. Aber wie schon mal erwähnt, man sollte nie mit Erwartungen an die Arbeit gehen. Sie werden meistens nicht erfüllt. Wenigstens war Norman toll gewesen. Tom, Gill und Pat waren inzwischen schon ins Haus gegangen. Ich folgte nach meiner Reiterei und zum Abendessen noch eine Schüssel Cornflakes und ein Eis. Ziemlich gesund, was?! Hatte aber gerade einen Zuckermangel, der dringend aufgefüllt werden musste. Gill wurde mit den letzten Resten Spaghetti versorgt und Tom war schon wieder zu einem Notfall gerufen worden. Als Tom zurück war, stießen wir alle auf meine Abreise nächste Woche an. Eine kleine spontane Abschiedsfeier sozusagen. Es blieb natürlich nicht bei einem Wodka. Wir hörten Musik und hatten alle viel Spaß. Pat und Tom tanzten auch noch fleißig. Es war ein wirklich netter Abend. Es wurde auch heute beschlossen, dass ich die letzten Tage noch Cimmaron, den vierjährigen Friesenhengst, und Java, seine Sportstute, trainieren sollte. Klar, mach ich! Kein Problem! Hatte Tom mir ja bisher nicht angeboten. War ja nicht, dass ich das nicht machen würde. So sollte ich also gleich morgen anfangen. Da ich aber morgen Früh erstmal mit Paul arbeiten würde, verabschiedete ich mich letztendlich gegen halb eins ins Bett. Nach etlichen vorangegangen und fehlgeschlagenen Versuchen… Es kam doch immer wieder ein Glas Wodka in den Weg. Pat nutzte die Gelegenheit und folgte mir auf dem Fusse. Wir wollten keinen Wodka mehr. Und der Bison Wodka war sowieso leer und das ist der einzige Wodka, den man einigermaßen trinken kann. Pat war also ins Bett geflüchtet und mich fingen sie noch mal auf der Treppe ab. Es kam der Alberta Wodka auf den Tisch. Bäääh! Ich sagte, dass man damit ja vielleicht die Füsse waschen könnte, er aber nun wirklich nicht trinkbar wäre. Ich kam trotzdem nicht drum herum. Danach drückte ich Gill zum Abschied und düste in mein Zimmer, um jedem weiteren Wodka zu entfliehen. Ich schlief auch ziemlich bald ein.

Am anderen Ende des Stalls waren Tom, Pat, Emma und Julia mit Ausmisten beschäftigt, so dass der Traktor auf dieser Seite den Eingang versperrte. Also, dann wohl doch nicht reiten. Ich verschob diese Pläne auf den Nachmittag. Stattdessen schnappte ich mir Werkzeug und reparierte den Schlauch, was sich als nicht allzu einfach herausstellte und auch nicht ohne kleinere Verletzungen möglich war. Letztendlich aber kriegte ich es hin. Dann schnappte ich mir eine Schaufel und half beim Misten, da ich eh auf war und wie gesagt Reiten nicht möglich war. Die Arbeit war schnell erledigt. Ich ging nun ins Haus und nutzte die Zeit meine Wäsche zu waschen und eine schöne Dusche zu nehmen. Tom war zwischenzeitlich wieder zu einem Notruf gerufen worden und Pat war noch im Stall beschäftigt. Ja, mit den Kids dauert alles ein bisschen länger. Dann schrieb ich eine ganze Weile und um kurz vor eins ging´s dann zu unserem Lunch ins Explorer Hotel. Es war wie immer gut.
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| Inukschuk |
Startete den 13. April 2013 mit Unterricht mit Alex und Brutus. Stand also gegen acht Uhr auf und ging runter, um etwas zu frühstücken. Dann rief ich Alex an, dass ich wieder den Truck zur Verfügung hatte und sie mich nicht abholen brauchte. Das war ihr sehr recht. Ich kam um neun Uhr bei ihr im Stall an und sie war noch am striegeln… Fingen also etwas später an. Es war aber eine wirklich gute Einheit heute. Brutus war ziemlich aktiv heute und buckelte sogar einmal als Alex die Gerte einsetzte. Aber es war trotzdem gut. Düste nach unserem Unterricht zurück zum Stall, da um elf Uhr Natalie kommen würde. Es waren genug Leute im Stall, die ihr beim Reinholen ihres Pferdes helfen konnten, so dass ich wenigstens eine kurze Pause hatte. Nun hieß es wieder von L/ M- Level auf unter E- Level wechseln… Das war immer etwas hart. Gerade noch an Starkem Trab und fliegenden Galoppwechseln gearbeitet und dann wieder erklären, dass das Pferd in den Ecken gestellt und gebogen werden muss und wie man auf dem richtigen Fuss leichttrabt… Aber Natalie ist wirklich nett, so dass es dann nicht allzu schlimm war. Außerdem hatte ich ihrem Freund versprochen, dass er heute gegen Ende ihrer Stunde auf´s Pferd durfte und dass er galoppieren dürfte. Deshalb ritt Natalie heute Norman anstatt Mack, was für sie sowieso eine gute Übung war. Nicht immer dasselbe Pferd reiten. Und um Galopp an der Longe zu üben, war Norman einfach besser, da etwas ruhiger und beständiger. Nachdem Natalie nun fast eine Stunde lang auf dem Pferd geschuftet hatte, tauschten die beiden die Plätze und Dylan durfte sich versuchen. Er war schon ganz aufgeregt. Ich bin doch immer wieder überrascht, wie gut viele Leute sind, die einfach keine Ahnung und somit auch keine Angst haben. Denn er war wirklich nicht schlecht. Nach einer kurzen Einführung im Schnelldurchlauf machten wir erst ein bisschen Aussitzen im Trab, was für den Start in den Galopp ja nun leider nötig war. Ich konnte Norman an der Longe ohne Hilfe des Reiters nicht aus dem Schritt angaloppieren. Oder ich wollte es auch gar nicht probieren. Und wie gesagt, Dylan machte sich wirklich gut, so dass ich ohne Vorankündigung Norman in den Galopp brachte. Er war total begeistert, wenn auch erst etwas überrascht. Er meinte, dass er den Galopprhythmus nicht gefunden hatte. Aber wir wiederholten das noch dreimal und zum Schluss hatte er es drauf. Ich ließ die beiden alleine, damit sie Norman noch trocken reiten konnten und kümmerte mich um die nächste Reitschülerin, Kharma. Sie ritt Omar. War eine halbe Stunde Kinderreiten. Ja, das Reitniveau sank nochmals. Aber die Kleine ist ziemlich gut, so dass es auch mit ihr immer Spaß machte. Sie brauchte eine Weile bis sie sich wieder in Omar eingefunden hatte, da sie normalerweise jetzt immer Daisy ritt, was ich aber nicht wusste. Ich sage, dass sie das ja hätte sagen können. Aber das nächste Mal könnte sie natürlich Daisy reiten. Nun kam noch Leah, so dass ich zum Abschluss doch noch richtigen Unterricht geben konnte. Sie ritt heute zum letzten Mal Springer, da sie und ihr Mann am Montag nach Vancouver Island ziehen würden. Sie hatte heute ziemlich zu arbeiten mit Springer, da sie so was von griffig war heute. Sie war unzufrieden, dass die anderen Pferde aus der Halle gegangen waren und sie nun alleine hier in der Halle war. Aber Leah ist eine sehr gute Reiterin, so dass sie das gut gehändelt bekam. Wir unterhielten uns nach dem Unterricht noch eine ganze Weile und dann verabschiedeten wir uns. Ich ging ins Haus und hielt erstmal einen kleinen Nap. War kaputt. Später ging ich wieder runter in den Stall. Pat hatte zwischenzeitlich Gill angerufen und ihm mitgeteilt, dass wir eine Überschwemmung hatten und ob er wüsste, was zu tun wäre. Gill kam kurz später mit einem seiner Leute im Schlepptau auf den Hof gefahren. Er hatte einen Van mit einer Pumpe mitgebracht und der junge Mann bekam nun die Aufgabe, das ganze Wasser abzusaugen. Allerdings ohne größeren Erfolg, da zu viel Dreck im Wasser schwamm und der Schlauch ständig verstopfte. Bevor dann Kim zu ihrem Unterricht kam, ritt ich noch Mack, der heute einfach nur Spaß machte. Er war Zucker! Da war er wieder, der tolle Mack. So leichtfüßig und gehorsam. Machte wirklich Spaß. Wir wurden nur von ungewohnten, unangenehmen Geräuschen gestört. Ich muss zugeben, dass es mich offensichtlich mehr störte als Mack, was gut war. Ich stieg ab und öffnete das Hallentor um zu sehen, was da vor sich ging. Tom fuhr wie ein Wilder mit dem Traktor die Stallgasse entlang und versuchte das Wasser und den Schnee vor dem Tor mit der Schaufel des Traktors zu beseitigen… Ok, auch eine Methode, wenn auch nicht wirklich effektiv. Er schien ein wenig sauer zu sein, dass es mit dem Abpumpen nicht geklappt hatte. Ich arbeitete Mack noch eine Weile weiter, da ich ja jetzt eh gerade nicht aus der Halle kam und brachte ihn dann durch die immer noch vorhandene Überflutung zurück zu seiner Box, die noch auf dem Trockenen lag. Die ersten Boxen im Stall waren inzwischen auch schon geflutet. Kim war gerade fertig mit Baya und kam in die Halle. Das war gutes Timing gewesen. Es war wieder eine etwas anstrengendere Reiteinheit, da es wirklich schwer war, Kim dazu zu bewegen zu entspannen. Tom kam nach einer halben Stunde in die Halle und teilte Kim mit, dass sie zur Arbeit in die Klinik mussten. Aber Kim könnte ihren Unterricht beenden. Das war gut, denn Kim war nun ehrgeizig und wollte heute was tun. Und am Ende der Stunde sah man tatsächlich einen Unterschied in ihrem Sitz und an den Reaktionen ihres Pferdes. Puh, das war ein hartes Stück Arbeit. Nun noch Trish und dann war Feierabend. Ich erklärte Trish, dass ich Czar nur einmal anstatt zweimal diese Woche gearbeitet hatte, da er zu sehr mit der Impfung zu kämpfen gehabt hatte. Aber dass ich ihn morgen arbeiten würde. Sie meinte dann, dass sie gerne heute nur zusehen wollte und dass wir dann morgen Unterricht machen könnten. Ok, das könnten wir tun. Ich legte Czar also den Kappzaum an und wir stiefelten durch das Wasser in die Halle. Ein Wunder, dass meine Stiefel bisher dicht gehalten hatten. Übte heute Handwechsel im Trab und viel Schulterherein und Travers. War heute aber nicht mehr sonderlich geduldig, so dass Czar wohl eine echt harte Unterrichtseinheit hatte heute. Aber Trish war sehr zufrieden gewesen. Wir beendeten die Arbeit nach ungefähr 40 Minuten, da wir gerade einen guten Abschluss hatten und er ziemlich fertig war. Pat fragte, ob ich jetzt fertig wäre mit Arbeiten, damit sie Abendessen fertig machen könnte. Ja, ich würde bald zum Haus kommen. Eigentlich hatte ich noch den Wasserschlauch reparieren wollen, den ich schon gestern vergessen hatte zu bearbeiten. Aber nun war Essen wichtiger. Ich würde den Schlauch morgen reparieren. Tom hatte mir gesagt, dass sie vorerst Tape und einen Schelle angebracht hatten, um das Loch zu stopfen. Würde also morgen Früh notgedrungen schon funktionieren. Zum Abendessen gab es Suppe und anschließend ein Eis. Morgen würden wir einkaufen gehen müssen, da quasi nichts essbares mehr im Haus war. Tom und Kim waren inzwischen auch wieder zurück und Kim und Sydney übernahmen die Fütterung der Pferde. Ich war ziemlich müde und zog mich um halb zehn in mein Zimmer zurück. Wollte noch ein wenig schreiben. Aber ich war zu müde. Ich hörte noch ein wenig Musik aus dem alten Radiowecker und schlief bald ein.
12. April 2013: Nach meinem üblichen Frühstück in Form von Cornflakes zog ich meine Arbeitsklamotten an und ging runter in den Stall, wo ich auf Paul warten wollte. Pat hatte mich gebeten, dass ich Abbey beim Rausbringen der Pferde helfen sollte bis Paul kam. Vor allem sollte ich die Babys rausbringen, die doch immer wieder eine Herausforderung waren. Da die beiden aber noch ihr Frühstücksmash frassen meinte Abbey, ich könnte mir ja schon mal ein paar andere Pferde schnappen. Es wäre jetzt keine besondere Reihenfolge notwendig, aber ich könnte ja Sammy raus bringen, der wäre schon fertig mit Fressen. Jaaaa, das war doch eine Herausforderung am Morgen. Ich hatte gehört, dass er auch nicht durch die kleine Tür nach draußen gehen wollte… Das Reinbringen hatte ich ja schon mal gelöst. Jetzt wurde es interessant, würde er mit mir raus gehen?! Er tat es nicht! Aber ich ließ das nicht durchgehen, denn es gab keinen Grund nicht durch diese Türe zu gehen. So machte ich es ihm hier drin ziemlich ungemütlich. Nach ein paar Minuten fragte Abbey, ob sie das Tor öffnen sollte, da sie das sonst auch so machten. Ich sagte, dass er auf gar keinen Fall mit dem Spiel bei mir durch käme. Sie könnte das andere Tor für die anderen Pferde benutzen, ich würde hier noch eine Weile brauchen. Ging letztendlich aber relativ schnell. Nach zehn Minuten ging er brav mit mir durch die Türe. Es war wieder so was von herrlich draußen. Die Sonne schien und es war windstill und mild, um die -5°C. Das warme Wetter hinterliess deutliche Spuren. Der Schnee schmolz und das ganze Wasser floss in den Stall! Wir hatten inzwischen schon eine riesige Überschwemmung Auf der Stallgasse. Und es würde noch mehr werden. Wir versuchten das Wasser mit Späne zu stoppen, damit es nicht in die Boxen floss. Mit mäßigem Erfolg. Denn die Sonne schien und es würde noch sehr viel mehr Wasser geben. Konnten aber im Moment nichts weiter machen. Als ich von Sammy´s Paddock zurück kam, war Paul gerade auf den Hof gefahren. Ich meinte, dass ich noch schnell die Babys raus bringen würde und dann für ihn da wäre. Er fragte, ob wir dann mit dem Brennen beginnen wollten, da das Wetter ideal war. Ja, warum nicht. Pat war auch kurze Zeit später da und wir fragten, ob das für sie ok wäre und ob wir den Dieselvorrat dafür benutzen dürften. Packten also die Kanister in den Truck und fuhren zur Rückseite des Stalls. Wir schnappten uns ein paar Schaufeln und legten die noch vom Schnee bedeckten Haufen frei. Eins kann ich sagen, es war eine nicht sonderlich effiziente Arbeit, das Brennen. Das Zeug war so nass und schwer, dass es nur mit etlichen Litern Diesel brannte.
Wir fütterten das Feuer zwar auch noch mit ein bisschen altem Heu, aber das brannte auch nicht so toll. Während wir auf das Feuer starrten, gab mir Paul einen Mocca, den er mitgebracht hatte. Abbey sah das und fragte, ob er denn auch für sie und Pat einen mit gebracht hätte. Oh, oh, ich meinte, dass er noch nicht so vertraut wäre, wer wann wo arbeiten würde, aber dass er ja noch ein paar Tage Zeit zum Lernen hätte. Kleiner Joke am Morgen. So verbrachten wir eigentlich dann den ganzen Vormittag, Feuer füttern, auf der Heckklappe des Blazers sitzen und die Pferde beobachten, die Sonne geniessen… Zwischendurch Abbey bei ein paar kleineren Aufgaben helfen… War ziemlich entspannt, wenn auch nicht wirklich sehr effektiv, wie schon erwähnt. Gut, dass Sprit hier nicht so teuer ist, sag ich nur. Wir mussten schon bald los fahren und die Kanister neu füllen. Das passte Pat ganz gut, denn dann konnten wir auch gleich ihren Truck voll tanken. Fuhren zur Tankstelle noch einen kleinen Umweg, da Paul noch bei einer Werkstatt vorbei schauen musste, wo er seinen Truck in Reparatur hatte. War eine schöne Spazierfahrt im schönsten Sonnenschein. Auf dem Rückweg besorgten wir nun für Pat und Abbey einen Mocca und eine heiße Schokolade. Paul fragte mich, ob ich Mc oder Tim Horton´s bevorzugen würde. Was für eine Frage! Letztendlich landeten wir aber doch bei Tim Horton´s, da die Kaffeemaschine bei Mc ausser Funktion war. Tja, so viel zu meinen Entscheidungen. Die beiden waren aber happy, dass sie ein schön heißes Getränk bekamen. Nicht wie letztes Mal, als ich Pat einen fast kalten und halb leeren Mocca gebracht hatte… Wir machten uns also wieder mit frisch gefüllten Dieselkanistern ans Werk.
Als wir den zweiten Haufen anzündeten kam Paul die Idee, ob wir nicht noch den restlichen Müll zur Deponie fahren könnten, während das Feuer so vor sich hin prasselte. Ich fand das war eine gute Idee und ging zu Tom, um zu fragen was er davon halten würde. Konnte Pat gerade nicht ausfindig machen. Aber er war einverstanden und so startete ich den Truck und fuhr um das Stallgebäude, damit wir die Müllsäcke laden konnten. Auf der Fahrt zur Müllhalde fragte ich Paul, ob er nicht hungrig wäre, aber er meinte, dass er ok wäre. Ich selber war auch nicht wirklich hungrig, aber könnte schon mal was essen. Ich fragte dann auf der Rückfahrt noch mal und wir entschieden, dass wir eben einen Sub holen würden. Das war doch eine gute Idee. Tom und Pat waren schon weg zu einer Beerdigung, als wir am Haus ankamen. Nun waren wir beide doch hungrig und froh, dass wir was besorgt hatten. Nach dem Lunch ging es wieder zum Feuer, das gut runter gebrannt war. Wir machten für heute Feierabend und Paul wollte dann am Montag wieder kommen, damit wir die Trails noch fertig kriegen konnten. Ich holte, nachdem Paul abgefahren war, Czar und Baya rein, da ich mit ihnen arbeiten wollte. Hoffte, dass es heute möglich sein würde. Longierte als erstes Czar, der gar nicht so schlecht war. Immer noch nicht wirklich biegsam, aber es war ok. Dann sattelte ich Baya und machte mich auf den Weg in die Halle. Als ich auch mit ihr fertig war ging ich noch auf einen kleinen Ausritt mit ihr. Es war einfach zu schön, um nur in der Halle zu bleiben. Außerdem mussten die Pferde ja langsam ans Ausreiten gewöhnt werden. Nicht allzu lange und der Schnee würde geschmolzen sein. Dann überlegte ich, was ich noch machen könnte. Springen würde erst um halb acht sein, ich war völlig alleine im Stall… Ok, dann das nächste Pferd. Holte mir Norman rein. Als ich gerade mitten in der Arbeit war, kamen schon Emma und Julia. Emma würde später Springunterricht haben und Julia wollte filmen und Bilder machen. Da Norman immer noch ziemlich schlapp war von der Impfung und er später noch springen sollte, machte ich nicht zu viel mit ihm. Ich ging stattdessen noch auf einen kleinen Trailride mit ihm, was wieder so was von herrlich war. Ging aber eine andere Route als mit Baya. Ich genoss wieder die Sonne und die milden Temperaturen. Zurück am Stall kamen die beiden Mädels schon angestürmt. Emma fragte, ob sie Norman für mich versorgen dürfte. Was für ein Service! Natürlich durfte sie. Es ging das Telefon, Pat war dran. Sie sagte, dass sie noch immer auf der Beerdigung wären und der Springunterricht ausfallen würde. Abbey und Kim würden um acht Uhr kommen und die Pferde rein holen und füttern. Ok, aber Emma war schon hier. Pat hatte die Idee, dass ich ja mit Emma eine Springstunde machen könnte. Ja, das war doch was. Emma war happy. Und Norman war ja schon warm, was sich nun wirklich super traf. Sie machte ihn also gleich wieder fertig und Julia half ihr ein paar Sprünge aufzubauen, während ich erstmal was trinken gehen musste. War eine gute Unterrichtseinheit, wenn auch Norman sich halbwegs über die Sprünge tragen liess. War also gut, dass wir nur eine halbe Stunde zur Verfügung hatten. Emma fragte, ob ich nicht mit ihr auf eine kleine Runde ums Gelände mit nach draußen gehen könnte, da sie noch nie wirklich mit Norman ausgeritten war. Julia besorgte schnell eine Abschwitzdecke und dann gingen wir allesamt auf eine kleine Abkühlrunde ums Stallgebäude. Während Emma dann Norman versorgte, holte ich mir Mack rein. Julia hatte gemeint, dass ich ihn reiten sollte. Ich war erst nicht sicher gewesen, aber hatte noch genug Energie. Er hatte keinen schmerzenden Rücken mehr, als ich ihn testete. Das war schon mal viel versprechend.
Die letzten zwei Wochen war er einfach nur grausam zu reiten gewesen. Er war ziemlich energiegeladen und ich hatte ungefähr eine Tonne auf dem Zügel, was mir überhaupt nicht passte. Aber ich konnte gerade nicht viel ändern.
Wir arbeiteten trotzdem ganz gut und Julia war einfach nur beeindruckt, was Mack alles konnte. Ich sagte, dass sie das dann in ihrer nächsten Reitstunde ebenfalls machen konnte, da sie ja jetzt wusste, dass Mack einiges auf dem Kasten hatte. Nun hätte ich eigentlich noch Mickey longieren wollen, aber es kam zu viel Unruhe in den Stall. Abbey und ihr Freund Tom waren mit einem befreundeten Pärchen, für das Abbey später Babysitten sollte, wie ich herausfand, eingetroffen. Kim rief kurz später an und meinte, dass sie auf dem Weg wäre. Es war schon zwanzig nach acht. So entschied ich, dass wir schon mal die Pferde ohne Futter reinholen würden. Dann würde es später schneller gehen. Als Kim eintraf, musste Abbey aber leider los, so dass sie nicht beim Füttern helfen konnte. Es waren ja noch Emma und Julia da und Kim hatte einen Kollegen, Marc, mitgebracht. Er hatte letztes Wochenende das erste Mal auf dem Pferd gesessen und war total verrückt nach Pferden und wollte immer mitkommen zum Helfen. Eigentlich ja süß. Ich meinte zu Kim, dass er doch gut lernen könnte und dann eine willkommene Hilfe im Stall wäre. Da Kim genug helfende Hände hatte und ich inzwischen zu faul war, um noch Mickey zu longieren, ging ich ins Haus. Tom und Pat waren zwischenzeitlich auch nach Hause gekommen und hatten noch kurz unten im Stall mit Kim geschnackt und die Überschwemmung in Augenschein genommen. Es wurden noch weitere Späne gestreut und Heu ausgelegt, was gut half. Beide waren ziemlich kaputt, so dass sie schon gleich ins Bett gingen. Ich wärmte mir noch ein paar Spaghetti auf und ging anschließend auch ins Bett. War jetzt doch müde.
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| Mehr Qualm als alles andere... |
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| Eisblume? |
Die letzten zwei Wochen war er einfach nur grausam zu reiten gewesen. Er war ziemlich energiegeladen und ich hatte ungefähr eine Tonne auf dem Zügel, was mir überhaupt nicht passte. Aber ich konnte gerade nicht viel ändern.
Wir arbeiteten trotzdem ganz gut und Julia war einfach nur beeindruckt, was Mack alles konnte. Ich sagte, dass sie das dann in ihrer nächsten Reitstunde ebenfalls machen konnte, da sie ja jetzt wusste, dass Mack einiges auf dem Kasten hatte. Nun hätte ich eigentlich noch Mickey longieren wollen, aber es kam zu viel Unruhe in den Stall. Abbey und ihr Freund Tom waren mit einem befreundeten Pärchen, für das Abbey später Babysitten sollte, wie ich herausfand, eingetroffen. Kim rief kurz später an und meinte, dass sie auf dem Weg wäre. Es war schon zwanzig nach acht. So entschied ich, dass wir schon mal die Pferde ohne Futter reinholen würden. Dann würde es später schneller gehen. Als Kim eintraf, musste Abbey aber leider los, so dass sie nicht beim Füttern helfen konnte. Es waren ja noch Emma und Julia da und Kim hatte einen Kollegen, Marc, mitgebracht. Er hatte letztes Wochenende das erste Mal auf dem Pferd gesessen und war total verrückt nach Pferden und wollte immer mitkommen zum Helfen. Eigentlich ja süß. Ich meinte zu Kim, dass er doch gut lernen könnte und dann eine willkommene Hilfe im Stall wäre. Da Kim genug helfende Hände hatte und ich inzwischen zu faul war, um noch Mickey zu longieren, ging ich ins Haus. Tom und Pat waren zwischenzeitlich auch nach Hause gekommen und hatten noch kurz unten im Stall mit Kim geschnackt und die Überschwemmung in Augenschein genommen. Es wurden noch weitere Späne gestreut und Heu ausgelegt, was gut half. Beide waren ziemlich kaputt, so dass sie schon gleich ins Bett gingen. Ich wärmte mir noch ein paar Spaghetti auf und ging anschließend auch ins Bett. War jetzt doch müde.
Am Donnerstag, den 11. April 2013, wollte Paul um halb zehn hier sein, damit wir die Trails bearbeiten konnten. Ich hatte mich natürlich in der Zeit vertan und war eine Stunde zu früh dran. Naja, machte auch nix. War ja eh wach.
Ich schaute noch unten im Stall vorbei und wartete dann auf Paul, der tatsächlich pünktlich war. Ja, hier in Kanada ist es eher die Regel, dass die Leute zu spät kommen. Wir packten alles aus dem Wagen, was wir brauchten und machten uns auf den Weg zum Highway. Ich hoffte, wir würden den richtigen Trail wieder finden, aber Paul war ziemlich zuversichtlich. Und wir fanden ihn tatsächlich. Ich war mir erst nicht sicher, aber Paul deutete auf unsere Spuren, die wir beim ersten Mal hinterlassen hatten, als wir vom Highway runter geklettert waren. Ha, deshalb war er so sicher gewesen. Überlegten uns, wie wir den Trail am besten verbreitern konnten, ohne zu viele größere Bäume zu fällen, die hier in Yellowknife sehr rar sind. Mein Job war es nun, den teilweise noch kniehohen Schnee um die zu entfernenden Bäume platt zu treten oder weg zu schieben. Paul war dann der Mann mit der Kettensäge.

Eins kann ich sagen, nach einer Weile artet das zunächst so easy scheinende Schnee entfernen in ein richtiges Workout aus. Aber ich genoss es. Es war nicht sonderlich kalt, die Sonne schien, nette Gesellschaft… Was wollte man mehr? Nach etwa zwei Stunden lief leider die Kette ab, so dass sich Paul auf den Weg zu seinem Wagen machte, wo er Werkzeug hatte. Ich beschäftigte mich weiter mit dem Schnee und den Bäumchen.
Er kam nach kurzer Zeit zurück, Tulip im Schlepptau. Sie war ihm den ganzen Weg gefolgt. Er teilte mir mit, dass er einen unerwarteten Anruf bekommen hatte und leider los musste. Wir stiefelten also zurück zum Stall und machten ab, dass er heute Abend wieder anrufen würde, um mir dann zu sagen, ob er morgen kommen würde zum Arbeiten. Als er sich auf den Weg gemacht hatte, wollte ich die Zeit nutzen und Czar longieren. Ich holte ihn also in den Stall und machte ihn fertig. Als ich ihn in die Halle geführt hatte bemerkte ich, dass er heiß war, dampfte und schnaufte wie nach einem Zehn Kilometer Rennen. Ich hatte die Impfung im Verdacht, die vor zwei Tagen alle Pferde bekommen hatten. Brachte ihn also unverrichteter Dinge wieder zurück. Pat fragte, was los sei und ich teilte ihr meine Vermutung mit. Kolik schloss ich aus, da er gut fraß. Später am Abend war auch wieder alles ok. Als ich dann abends mit Julia Unterricht machte, rief Paul an. Es war heute wieder richtig was los im Stall. Kim rief mich aus der Halle und ich ging ans Telefon. Paul würde also morgen früh gegen halb neun kommen und wir würden zunächst die Berge an Unkraut, die hinter dem Stall lagen, verbrennen, wenn das Wetter mit spielte. Ich ging zurück in meinen Unterricht und dann kamen auch schon Kim und Mark mit Mickey in die Halle. Ich erbat mir noch ein paar Minuten, da wir noch gar nicht richtig was getan hatten. Wir hatten viel Theorie durch gekaut. Letztendlich gab ich Julia eine Stunde Unterricht und sie bezahlte eine halbe Stunde. Es war auch schon neun Uhr durch und ich ging dann nach einem Schnack mit Kim ins Haus. Haute mich dann auch schon bald ins Bett.
Ich schaute noch unten im Stall vorbei und wartete dann auf Paul, der tatsächlich pünktlich war. Ja, hier in Kanada ist es eher die Regel, dass die Leute zu spät kommen. Wir packten alles aus dem Wagen, was wir brauchten und machten uns auf den Weg zum Highway. Ich hoffte, wir würden den richtigen Trail wieder finden, aber Paul war ziemlich zuversichtlich. Und wir fanden ihn tatsächlich. Ich war mir erst nicht sicher, aber Paul deutete auf unsere Spuren, die wir beim ersten Mal hinterlassen hatten, als wir vom Highway runter geklettert waren. Ha, deshalb war er so sicher gewesen. Überlegten uns, wie wir den Trail am besten verbreitern konnten, ohne zu viele größere Bäume zu fällen, die hier in Yellowknife sehr rar sind. Mein Job war es nun, den teilweise noch kniehohen Schnee um die zu entfernenden Bäume platt zu treten oder weg zu schieben. Paul war dann der Mann mit der Kettensäge.

Eins kann ich sagen, nach einer Weile artet das zunächst so easy scheinende Schnee entfernen in ein richtiges Workout aus. Aber ich genoss es. Es war nicht sonderlich kalt, die Sonne schien, nette Gesellschaft… Was wollte man mehr? Nach etwa zwei Stunden lief leider die Kette ab, so dass sich Paul auf den Weg zu seinem Wagen machte, wo er Werkzeug hatte. Ich beschäftigte mich weiter mit dem Schnee und den Bäumchen.
Er kam nach kurzer Zeit zurück, Tulip im Schlepptau. Sie war ihm den ganzen Weg gefolgt. Er teilte mir mit, dass er einen unerwarteten Anruf bekommen hatte und leider los musste. Wir stiefelten also zurück zum Stall und machten ab, dass er heute Abend wieder anrufen würde, um mir dann zu sagen, ob er morgen kommen würde zum Arbeiten. Als er sich auf den Weg gemacht hatte, wollte ich die Zeit nutzen und Czar longieren. Ich holte ihn also in den Stall und machte ihn fertig. Als ich ihn in die Halle geführt hatte bemerkte ich, dass er heiß war, dampfte und schnaufte wie nach einem Zehn Kilometer Rennen. Ich hatte die Impfung im Verdacht, die vor zwei Tagen alle Pferde bekommen hatten. Brachte ihn also unverrichteter Dinge wieder zurück. Pat fragte, was los sei und ich teilte ihr meine Vermutung mit. Kolik schloss ich aus, da er gut fraß. Später am Abend war auch wieder alles ok. Als ich dann abends mit Julia Unterricht machte, rief Paul an. Es war heute wieder richtig was los im Stall. Kim rief mich aus der Halle und ich ging ans Telefon. Paul würde also morgen früh gegen halb neun kommen und wir würden zunächst die Berge an Unkraut, die hinter dem Stall lagen, verbrennen, wenn das Wetter mit spielte. Ich ging zurück in meinen Unterricht und dann kamen auch schon Kim und Mark mit Mickey in die Halle. Ich erbat mir noch ein paar Minuten, da wir noch gar nicht richtig was getan hatten. Wir hatten viel Theorie durch gekaut. Letztendlich gab ich Julia eine Stunde Unterricht und sie bezahlte eine halbe Stunde. Es war auch schon neun Uhr durch und ich ging dann nach einem Schnack mit Kim ins Haus. Haute mich dann auch schon bald ins Bett.
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